Trafohaus / Elektro- Schutzhaus im Asiatischen Stil

Am Teich sammeln sich so allerlei elektrische Verbindungen. Teichpumpe, Filteranlage, Beleuchtung usw. benötigen alle Strom. Der Fachhandel bietet hier ein Reihe von wasserfesten Steckdosen und andere Möglichkeiten. Aber auch diese sehen nicht immer attraktiv im Garten aus. Nun sollte das Sammelsurium in einer optisch ansprechenden Einhausung Platz finden. Die Abmessungen ergaben sich aus der maximalen Höhe der verwendeten Steckdosen-Säule. Die Grundfläche des Dach misst ca. 55x55cm, die Höhe ca. 58cm. Angefangen habe ich mit der Konstruktion des Daches. Der asiatische Stil sollte klar erkennbar sein, und dem Stil des Gartens entsprechen. Im CAD wurde der Dachstuhl, soweit meine Fähigkeiten es zuließen, gezeichnet. Einige Fräsmuster waren nötig, um die geschwungene Form des Dachstuhl heraus zuarbeiten. Letztendlich konnten dann die ersten Sparren aus 10mm Sperrholz gefräst werden. Alles passte gut zusammen. Kleine Änderungen ergaben sich beim Zusammenbau. Die Sparren wurden zweiteilig gefräst und mit Sperrholz zusammengefügt. Der Firstbalken wurde zweimal geändert, um die beste Optik zu erzielen. Nachdem der Dachstuhl soweit im Rohbau zusammengebaut war, konnte das eigentliche Ständerwerk für das Gebäude gefertigt werden. Dies wurde konventionell auf der Tischkreissäge, der Tischfräse und mit Handwerkzeugen gefertigt. Zuerst wurde einRahmen erstellt, in den das Dach mit seinen Ringbalken genau reinpasste. An den vier Ecken wurden die vier Senkrechten Balken befestigt. Diese Balken wurden zweifach genutet. Eine Nut zur Aufnahme der Verblendung. Die senkrechten Balken sitzen auf dem Ringfundament, welches aus insgesamt drei Schichten Holz besteht. Diese sind in Abstufungen aufeinander geleimt. Die senkrechten Balken stecken in einer Aussparung. Alle Verbindungen sind geleimt. Es wurden keine Schrauben verwendet. Die Verblendung wurde gefräst und eingeschoben. Diese kann später jederzeit entnommen werden. Dies hat auch das lackieren vereinfacht. Nun wurde der Dachstuhl mit Rauhspund beplankt. Die 2mm dicken Leisten wurde auf der Tischkreissäge geschnitten. Sie wurden geleimt und wegen der Wölbung auch genagelt. Die Dachdeckung folgt. Hier wurde dünne Dachpappe in Streifen geschnitten und alle 4cm halb eingeschnitten um Dachpfannen zu simulieren. Das hat ziemlich viel Zeit gekostet, sieht aber besser aus, wie nur Dachpappe aufzukleben. Die Giebelverblendung wurde gefräst und angepasst. nun konnte lackiert werden. Erst wurde alles mit weißer Holzgrundierung gestrichen. Dabei zeigte sich, das ein lackieren mit Pinsel fast unmöglich ist. Daher wurde die Endlackierung mit der Spritzpistole erledigt. Nach dem trocknen des Decklacks wird das Haus montiert. Das Dach liegt nur auf. Es ist insgesamt durch die fast 2,5qm Dachpappe sehr schwer. Die Verblendungen werden eingeschoben auf die dann die senkrechten Streben geschraubt werden ( Es sind doch 16 Stück V2A Schrauben) Das Haus ist offen, das heißt, es kann Luft durch die Wände zirkulieren. Dadurch bildet sich hoffentlich keine Staunässe im Inneren. Dies ist nur eine kurze Baubeschreibung. Insgesamt habe ich weit über 50 Stunden daran gearbeitet und jede Menge Bild und Video Material erstellt. Die Fertigstellung des Videos habe ich für Ende September geplant und ist wie immer auf meinem YouTube Kanal: Natur, Holz und Design, zu finden.

Benötigte Zeit

50 Stunden

Verwendetes Werkzeug

  • CNC Portalfräse, Tischkreissäge, Excenterschleifer, Pinsel, Schleifmittel, Zwingen und diverse Handwerkzeuge

Verwendete Materialien

  • Sperrholz, Douglasie, Nadelholz, Bitumenkleber, Dachpappe, Nägel, wenige Schrauben, Buntlack,

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Kommentare

20.09.2019

Sieht sehr aufwendig und nach viel Arbeit aus, sehr schön geworden, beeindruckend.

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