Wickelaufsatz für unsere Kommode

Im Juli steht Nachwuchs in unserer kleinen Familie an. Aus diesem Grund wollte ich selbst eine Wickelmöglichkeit für unser Schlafzimmer bauen. Vor kurzem kauften wir eine Kommode beim Schwedischen Möbelhaus und auf diese sollte nun ein Wickelaufsatz drauf. Ich wollte ein möglichst widerstandsfähiges Holz nehmen und so fiel die Entscheidung auf Buche Leimholz, auch wenn ich im Nachinein vielleicht anders entschieden hätte. Denn in der Zeit des Baus, bildete ich mich stetig weiter was das Holzwerken betrifft. Nun denn, ich baute natürlich weiter.:-D Ziel war es für mich, den gesamten Aufsatz ohne Schrauben zu bauen. Dafür legte ich mir eine Akkubetriebene Flachdübelfräse zu. Der Aufsatz sollte nicht Vollflächig auf der Kommode aufliegen, sondern diese vorn und hinten ''umschließen''. So waren die Maße zum Großteil vorgegeben. Zur besseren Darstellung für meine Frau arbeitete ich mich ein wenig in Sketch-Up ein, dazu halfen mir die Tutorials von Heiko Rech. Dort plante ich noch die Umrandung auf Gehrung zu verleimen, was ich aber aus Optischen gründen verwarf. Es kam, dann noch eine Unterteilung in Wickelbereich und Stauraum hinzu, diese ist im Sketch-Up-Plan auch nicht mehr mit eingeflossen. Den Holzzuschnitt, aus einer Platte, liess ich, zumindest grob, meinen Holzhändler vornehmen, da ich weder TKS noch TS o.ä. hatte. Die Leimholzstreifen schnitt ich teilweise, mit der Kappsäge, auf Fertigmaß: 2x 120x719mm; 1x 120x700mm; 1x 120x804mm; 1x 100x804mm und 1x 137x804mm. Zu allererst wurden die Rundungen, an den seitlichen Umrandungen und dem Aufteilungsbrett, mittels Zirkel aufgezeichnet und dann mit der Stichsäge sauber ausgeschnitten. Danach wurden so gut wie alle Kanten mit einem Abrundfräser mit Anlaufkugellager bearbeitet. Nur einige wurden aus Optischen gründen ausgelassem, diese sind aber nicht für unsere kleine erreichbar. Als nächstes wurden alle Flächen bis 180er Körnung geschliffen. Es folgten die Fräsungen für die Flachdübel, was erst mal ein wenig Übung erforderte. Nun konnten alle Teile miteinander verleimt werden, da mir auch hier die Übung und nicht zu letzt Zwingen fehlten, wurde alles Schritt für Schritt verleimt. Was einige Zeit in Anspruch nahm. Nach dem alles verleimt war konnte Lasiert werden, die Wahl fiel auf Lack-Lasur von Clou in Dunkelnußbraun. Diese kommt dem Schwarz-Braun der Kommode sehr nahe. Vorher noch mit 240er Schleifen und nach der ersten Schicht Lasur nochmal die aufgestellten Fasern verschleifen. Insgesamt wurden 3 Schichten aufgetragen. Manchmal wünschte ich mir, ich hätte vorher lasiert.;-) Der Wickelaufsatz konnte nun auf der Kommode montiert werden. Die Kommode besaß hinten schon zwei Winkel, um diese an der Wand zu Verschrauben, diese wurden nach oben gebogen um mit 2 Schrauben den Aufsatz zu sichern. Für vorn fertigte ich Nutklötzchen, mit einer 2/10 flacheren Nut, als der Versatz von Kommode zu Aufsatz betrug, an. Der Aufsatz sitzt sicher auf der Kommode und kann trotzdem Arbeiten. So entstand ein Wickelaufsatz mit einer Wickelfläche von 50x70 Ps.: ich weiss, zumindest seit einer Weile, dass man kein Längs- und Querholz Aufeinanderleimen sollte, aber ein Video von Heiko Rech (zu seinem Eckschrank) brachte mir den Mut zurück.;-D In diesem musste Heiko auch so ähnlich gegen Handeln.

Benötigte Zeit

35 Stunden

Verwendetes Werkzeug

  • Flachdübelfräse
  • Kappsäge
  • Stechbeitel
  • Stichsäge
  • Oberfräse
  • Abrundfräser
  • Akkuschrauber
  • Pinsel
  • Zeichenwerkzeug und anderer Kleinkram

Verwendete Materialien

  • Buche Leimholz 19mm
  • 20er Flachdübel
  • Leim
  • Lack-Lasur Aqua Combi Clou- Dunkelnußbraun
  • 5 Schrauben

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