Rechtwinklig oder nicht? Pythagoras hilft in der Werkstatt

Egal, ob Sie eine Decke vertäfeln, Dielen oder Parkett verlegen oder einen Einbauschrank einpassen wollen: Entscheidend für den Erfolg ist es zu wissen, ob der Raum auch wirklich rechtwinklig ist. Handelsübliche Winkel auch mit langem Schenkel können da nichts ausrichten.

Hilfe naht aus dem alten Griechenland, denn Bautischler nutzen schon immer den Satz des Pythagoras: Messen Sie auf der einen Wandseite der Ecke 30 Zentimeter ab, auf der zweiten Seite auf gleicher Höhe 40 Zentimeter. Aus der bekannten Rechnung a²+b² = c² ergibt sich, dass die Diagonale zwischen den Endpunkten der beiden Linien 50 Zentimeter ergeben muss, wenn es sich um einen rechten Winkel handelt. Ist die Hypotenuse kürzer, ist die Ecke spitzwinklig. Ist die länger, hat der Winkel mehr als 90 Grad. Testen Sie den Pythagoras-Trick an mehreren Raumecken. Mit etwas Übung bekommen Sie ein Gefühl dafür, welcher Längenunterschied der Diagonale in etwa welchem Winkel entspricht. Der gleiche Kniff funktioniert natürlich auch bei anderen Dimensionen. Treppenbauer nutzen ihn gerne mit Schenkellängen von drei und vier Metern um zu testen, ob das Treppenhaus im rechten Winkel gemauert wurde (was überraschend häufig nicht der Fall ist). Noch ein Tipp: Beulen oder Dellen im Putz können das Ergebnis verfälschen. Nehmen Sie gerade Latten zu Hilfe, um das auszugleichen.

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Kommentare

26.06.2013

Beulen und Dellen im Putz können "entschärft" werden, wenn der Winkel mittels zwei gleich starker Abstandsklötzchen an die relevanten Stellen der Wand angelegt wird.

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