Tipps & Tricks Sonstiges Werkstatt

Diesen Begriff sollte jeder kennen

Die Holzausgleichsfeuchte ist der Feuchtegehalt, den Holz annimmt, wenn es über längere Zeit in einem bestimmten Klima gelagert wird – also bei konstanter Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Dieser Wert ist entscheidend für uns, weil sich Holz bei Feuchteänderungen nun mal ausdehnt oder zusammenzieht.

Wird beispielsweise sehr feuchtes Holz plötzlich in einer beheizten Werkstatt verarbeitet, verliert es schlagartig an Feuchtigkeit und schwindet. Umgekehrt kann zu trockenes Holz in feuchter Umgebung aufquellen und Druck auf Verbindungen ausüben. Deshalb ist es wichtig, Holz vor der Verarbeitung ausreichend zu akklimatisieren – idealerweise bei ähnlichen Bedingungen wie später im Einsatzort.

Wer etwa Möbel für Wohnräume baut, sollte sicherstellen, dass das Holz eine Feuchte von rund acht bis zehn Prozent hat, was einem typischen Innenraumklima entspricht. Dazu genügt es meist, das Holz einige Wochen im Wohnraum zu lagern und dann zügig zu verarbeiten. Ein günstiges Feuchtemessgerät hilft, diese Werte zu kontrollieren und so spätere Überraschungen zu vermeiden.

Foto: Andreas Duhme

Wissen Sie was? Tipps wie diesen gibt es zuhauf in jeder Ausgabe von HolzWerken.

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