Leimfugen: Das Hobeln macht den Unterschied

Die Zeiten des Zahnhobels sind lange vorbei. Früher war dieses Werkzeug mit seinem steilen Anstellwinkel und den vielen kleinen Zahnungen an der Schneidenkante unbedingt nötig für gute Verleimungen: Die damaligen Leime benötigten zwei raue Oberflächen, um dazwischen richtig Halt zu finden.

Leimfugen: Das Hobeln macht den Unterschied. Illustration: Willi Brokbals

Heute ist das ganz anders, sofern man nicht auf die besonderen Qualitäten alter Leime setzen will. Je feiner eine Oberfläche vor der Verleimung ausgeformt ist, desto besser. Es gibt Holzwerker, die auch sägeraue Oberflächen miteinander verleimen und dabei auf die Lücken überbrückenden Fähigkeiten von Polyurethan-Klebern setzen. Gehobelte Leimflächen sind, zum Beispiel bei Stößen, aber auf jeden Fall vorzuziehen. Nur durch Hobeln werden die gegenüberliegenden Flächen so plan, dass sie an allen Stellen aufeinander treffen und eine möglichst dünne Fuge entsteht. Dabei ist es aber unabdingbar, auf die Qualität des Hobelergebnisses im Detail zu achten. Ob Hand- oder Maschinenarbeit ist dabei zunächst egal. Eine glatte, glänzende Oberfläche ohne Ausrisse ist auch für Leimstellen das Ziel. Also müssen die Hobelmesser immer scharf sein. So bekommen die Leime richtig Grip. Wird maschinell gehobelt, müssen auch die Hobelschläge unter Kontrolle sein: Langsamer Vorschub und geringe Spanabnahme beim letzten Durchgang (beim Fügen auf der Abrichte) sind der Weg zum Erfolg.

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