Beim Verleimen von Schlitz- und Zapfenverbindungen denken viele zuerst an die Flanken des Zapfens – dort soll der Leim die größte Kraft übertragen. Doch auch die Brüstungen, also die Stirnflächen des Zapfens und des Schlitzes, verdienen Aufmerksamkeit. Holz quillt und schwindet quer zur Faser stärker als längs. Wenn nur die Flanken verleimt werden, kann es passieren, dass sich die Verbindung bei Klimaschwankungen leicht lockert. Auch, wenn Leim im Hirnholz der Brüstungen nicht sehr gut greift: Ein dünner Leimauftrag an den Brüstungen hilft immerhin ein wenig, das Öffnen der Verbindung zu verhindern. Im Außenbereich hält der Leim hier das Wasser aus dem Hirnholz heraus. Daher ist das Beleimen der Brüstungen im Fensterbau sogar Standard. Wichtig: Nicht übertreiben! Zu viel Leim an den Brüstungen kann den Sitz des Zapfens behindern. Eine dünne, gleichmäßige Schicht reicht aus.
Foto: Andreas Duhme
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