Werkzeichen immer wieder neu

Bei Projekten, die aus verschiedenen Bauteilen bestehen, wird oft schon zu Beginn nach dem groben Zuschnitt festgelegt, was wo hin soll. Holzbild, mögliche Verbindungen und anderen Eigenarten werden begutachtet und die Teile grob vorsortiert. Eine spannende Aufgabe, da man erstmalig vor Augen hat, wie das gewünschte Möbelstück einmal aussehen kann. Damit später wieder alles an Ort und Stelle kommt, wird das Holz eindeutig mit Zahlen, Zeichen oder Werkzeichen wie dem Tischlerdreieck gekennzeichnet.

Tischlerdreieck wenn nötig nachzeichnen

Aber selbst die beste Markierung hilft nicht, wenn sie im Arbeitsprozess vom Brett verschwindet. Gerade das Aushobeln ist eine Arbeit, die auf der Oberfläche „Tabula rasa“ macht. So schön eine ausgehobelte Fläche ist: Ihre Markierungen sind im Spänesack verschwunden. Damit nun nicht das große Rätseln losgeht, sollten sie schon beim Markieren im Hinterkopf haben, welche Oberflächen unangetastet bleiben. Dort sind Ihre Zeichnungen besser aufgehoben. Wenn klar ist, dass es über die Abrichte oder durch den Dickenhobel geht, ist die Schmalseite von Brettern besser geeignet (außer für das Tischlerdreieck).
Wissen Sie, dass Sie alle Seiten hobeln, legen Sie sich einen Bleistift an die Hobelmaschine und bringen Sie die Werkzeichen direkt nach dem Hobeln wieder auf – so behalten Sie auch später noch die Übersicht.

Foto: Christian Filies

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Kommentare

06.12.2022

"Oberfräse: Extra breite..." Für mich ist die Vorgehensweise völlig unlogisch! 1.) wenn ich mit Hilfsstreifen arbeite würde ich diesen zuerst einlegen und von rechts nach links arbeiten. So könnte man immer in Vorwärtsrichtung fräsen. 2.) ohne Hilfsstreifen ist es noch einfacher: Fräsermass in den kurzen Schenkel fräsen, Nutmass auf Werkstück anzeichnen, kurzen Schenkel am rechten Werkstück-Nutmass anlegen und fräsen. Dann kurzen Schenkel am linken Nutmass anlegen und zweite Fräsung durchführen.

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