Verworren: Weiches Hartholz, hartes Weichholz

Sie sind wie ein Werkzeug, das seinen Zweck nicht so recht erfüllt: Die aus dem Englischen in die deutsche Sprache eingeführten Begriffe Hartholz und Weichholz. In vielen Bereichen der deutschsprachigen Holzwelt – sogar in Fachbüchern für Tischler – tauchen die Begriffe auf.

Doch was verbirgt sich dahinter? Manche Autoren erklären, der Begriff stamme eigentlich aus alten Zolltarifen und beziehe sich auf die Dichte des Holzes: Bis 550 Kilogramm pro Kubikmeter sei es Weichholz, darüber Hartholz. Vielerorts wird dagegen mit "hardwood" und "softwood" schlicht die in Mitteleuropa gängige Unterscheidung in Laub- und Nadelholz abgebildet. Diese Lesart hat sich allgemein durchgesetzt, auch wenn sie Tücken birgt: Vermeintliche "Weichhölzer", nadlige Vertreter wie Eibe und Douglasie, sind zum Teil deutlich härter als manches "Hartholz". Gleichzeitig sind manche Hölzer wie Birke, Erle, Linde, Pappel, Weide oder Balsa sehr weich. Sie werden (obgleich vom Laubbaum kommend) gemeinhin denn auch nicht als Hartholz bezeichnet.

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