Tipps & Tricks Tischlern

Zapfenstreichmaß: Riesige Erleichterung

Eine Nahaufnahme einer Hand, die ein Holzwerkzeug, einen sogenannten Streichmaß, hält. Das Werkzeug besteht aus dunklem Holz und hat Metallstifte an der Unterseite, die feine Linien auf ein helles Holzstück ritzen. Die Hand wirkt kräftig und leicht staubig, vermutlich vom Holzstaub. Im Hintergrund ist eine Werkbank aus Holz sichtbar.

Es gibt diese Werkzeuge, die man nicht so häufig braucht. Und bei denen man umso erfreuter ist, wenn man sie hat, sobald es darauf ankommt. Ein Zapfenstreichmaß ist ein solches Werkzeug. Anders als ein normales Streichmaß hat dieses Modell zwei Schneidwerkzeuge, Nadeln oder Messer, auf ein und derselben Seite.

Mit einem Strich über das Werkstück sind dann beide Seiten des Zapfens, des Schlitzes oder eines Zapfenlochs, angelegt. Dadurch wird das Anzeichnen nicht nur schneller. Noch wichtiger ist, dass eine der größten Fehlerquellen beim Anreißen von Zapfenverbindungen wegfällt. Wenn man ein einfaches Streichmaß umstellen muss, geht eine wichtige Einstellung verloren. Und im Gegensatz zu Doppelstreichmaßen (mit Schneidwerkzeugen auf den gegenüberliegenden Seiten) kann zwischen zwei Anreißvorgängen keine Verwirrung über die Bezugskante aufkommen – es ist ja nur einer nötig!
Weil beim Zapfenstreichmaß beide Nadeln auf einer Seite liegen, fällt es auch leicht, die Breite des anzulegenden Schlitzes genau zu definieren. Das ist besonders praktisch bei Zapfenlöchern und Schlitzen: Die beiden Spitzen wie im Bild werden genau auf die Breite des später zu verwendenden Stechbeitels eingestellt. Dazu dient beim gezeigten Modell eine Schraube am Ende des Stabs. Den Abstand des Zapfenlochs von der Werkstückkante regelt dann wie bei allen Streichmaßen der Anschlag.

Zwei Hände halten ein hölzernes Streichmaß auf einem hellen Holzbrett. Eine Hand justiert das Messing-Einstellrad, während die andere das Werkzeug stabilisiert. Das Streichmaß hat eine Messskala aus Messing auf der Oberseite. Der Untergrund ist eine Holzwerkbank mit runden Löchern, die typisch für Werkbänke sind.

Foto: Andreas Duhme

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