Dicht verleimen: Doppelt Fügen im Paket

Das passgenaue Fügen von Brettkanten vor dem Verleimen sorgt für zweierlei: Jede der Schmalflächen ist erstens in sich schnurgerade. Zweitens ist sie – im Verhältnis zur Brettfläche – genau so ausgerichtet, dass sie sich mit der zweiten Kante perfekt vereint. Das Ziel ist eine auf der ganzen Länge dichte und unsichtbare Fuge.

Der Bezug zur gegenüberliegenden Kante ist das Zauberwort, wenn man an das Fügen in handwerklicher Manier denkt. Wer auf Maschinenarbeit vertraut, muss sich mit diesem Thema nicht weiter aufhalten: Auf der Abrichthobelmaschine bekommen beide Brettkanten immer den 90°-Winkel zur Hauptfläche. Wer aber von Hand mit der Raubank fügt, dem kann es passieren, dass er eben nur 93° oder 88° trifft. Wenn dann die gegenüberliegende Kante nicht genau dazu passt, entsteht die allseits unerwünschte, breite Fuge, in der kein Leim mehr halten kann. Dabei gibt es einen schönen Kniff, um die beiden Kanten perfekt zueinander in Beziehung zu setzen: Beide Kanten werden gleichzeitig mit der Raubank bearbeitet. Die Bretter werden dabei – Oberseite auf Oberseite – als Paket vor die Hobelbank gespannt und gefügt. Wenn die beiden Schmalflächen jetzt zueinander gedreht werden, passen sie immer: Wenn die eine nur im 88°-Winkel gehobelt wurde, hat die andere garantiert den passenden 92°-Winkel.

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