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Fingerzinken mit der Kreissäge schneiden:
Für Fingerzinken, die mit der Kreissäge geschnitten werden, gibt es entsprechende Vorrichtungen, die aber entweder ziemlich kompliziert im Aufbau sind, oder bei denen man ein Nutsägeblatt (engl. "Dado Blade") benötigt. Ich möchte Euch hier eine Vorrichtung vorstellen, die sehr einfach aufgebaut ist und bei deren man ein einfaches Sägeblatt verwenden kann. Mit der von mir gebauten Vorrichtung habe ich 2 cm breite Fingerzinken in 3,5 cm dicke Bretter geschnitten. Bild 1: Benötigt wird hier zunächst ein Sperrholzbrett, auf dem ein Anschlagbrett aufgeleimt/geschraubt wird. Ich habe das Sperrholzbrett bei mir mit einer untergeschraubten Nut auf dem Schiebeschlitten befestigt und mit der Kreissäge einen Schlitz bis zum Anschlag eingesägt. Dann braucht man noch ein Registerholz (möglichst Hartholz) mit einer Breite von exakt 2 cm, sowie einen 6 mm Holzdübel. Bild 2: Das Registerholz wird exakt 2 cm nebem der inneren Kante des Sägeblattes angeleimt/geschraubt. Der Abstand zum Anschlagbrett beträgt 3, 6 cm. Bild 3: Direkt am Anschlag ist ein Holzdübel eingeleimt. Der Abstand zur äusseren Kante des Sägeblattes beträgt exakt 4 cm (en Holzdübel in ca. 3,9 cm einbringen: den Überstand mit dem Stechbeitel abtragen - so lässt sich der Abstand von 4 cm zum Sägeblatt sehr genau herstellen). Bild 4: Weiterhin wird ein ca. 6 mm starkes Sperrholzbrett benötigt, in das eine mindestens 6 mm breite Nut eingesägt wird. Wenn man das Sperrholzbrett am Anschlag anlegt und mit der Nut über den Dübel schiebt, verringert sich so der Abstand zum Registerholz um 6 mm. Bild 5: Ich habe hier das Werkstück zum ersten Nut immer wieder bis zu einer 2 cm Markierung eingesägt. Bild 6: Dann wird das Sperrholzbrett eingesetzt, und das Werkstück bis an das Registerholz rangeschoben. So sägt man dann die inneren Kante der nächsten Nut. Bild 7: Zum Sägen der äusseren Kante der nächsten Nut nimmt man das Sperrholzbrett wieder raus und legt nun das Werkstück am Dübel an. Dann wird der Rest der Nut durch Verschieben sektionsweise rausgeschnitten. Bild 8: Das Sperrholzbrett kommt wieder rein und das Werkstück wird mit der Nut in das Registerholz gesteckt. So sägt man dann die innere Kante der nächsten Nut. Dann kommt das Sperrholzbrett wieder raus, Werkstück an den Dübel anlegen und äussere Kante der nächsten Nut sägen. Den Zwischenraum ausräumen und dann kommt die nächste Nut, usw.... Bild 9: Zeitansatz für 7 Zinken/Nuten: ca. 5 Minuten Bild 10: Passgenaue Verbindung Bei der Verwendung eines Flachzahn-Sägeblattes gibt es Ausrisse an der Rückseite. Dieses kann man vermeiden, in dem man am gemessenen Austritt des Sägeblattes mit einem scharfen Messer einritzt. Wer ein Wechselzahn-Sägeblatt verwendet, vermeidet im Wesentlichen Ausrisse, muß aber den Zinkengrund nachstechen.
- - Birkensperrholzplatte, ca. 40X40 cm, 1,2 cm stark
- - Queranschlag ca. 40X8 cm
- - Registerholz
- - Holzdübel 6 mm
- - Sperrholz ca.20X 8 cm, 6 mm stark
- Kreissäge mit Schiebeschlitten
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5 Kommentare
Prima Idee, gut nachvollziehbar beschrieben!
Gruß Wolfgang
Hallo,tolle Idee und toll gemacht
Mit freundlichen Grüßen
Martin
Toller Beitrag – muss ich auch ausprobieren.
Aber noch eine Frage dazu: Ich habe eine Scheppach TS2010 Tischkreissäge und bin auf der Suche nach einem „guten“ Sägeblatt mit Flachzahn. Kannst du mir da was empfehlen?
Danke und Servus Markus
Hallo Markus
ich selbst benutze ein Flachzahn-Sägeblatt der Fa. Felder. Ob andere Sägeblätter der gängigen Marken gemessen am Preis besser sind, kann ich leider nicht beurteilen.
Mir sind allerdings auch schon billige Sägeblätter vom Discounter untergekommen, und die sind allesamt nur Schrott.
Hallo Holger,
danke für deine Antwort. Ich hab jetzt übrigens was im Sauter-Shop gefunden. Einen „Nut-Säger“ von Freud.
http://ostermeier.net/wordpress/2016/10/kreissaegeblatt-zum-schneiden-von-nuten-flachzahn/
Ich denke, dass das gut funktionieren sollte und auch die Qualität macht mir einen guten Eindruck.
Servus Markus
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