Lochraster mit der Oberfräse – leider nicht mit einem Beschlagbohrer möglich

Lochraster sind beliebt, doch wie bohrt man diese präzise? Spezielle Bohrer für die Oberfräse sind für hohe Drehzahlen zugelassen und so könnte die Oberfräse zum mobilen Bohrständer werden… 

Ich arbeite seit Monaten an einer massiven Hobelbank nur mit Handwerkzeugen.

Das Projekt nähert sich dem Ende, während ich parallel schon mit der Planung einer modernen Werkbank begonnen habe.

Ein typisches 20mm-Lochraster soll natürlich auch hier vorhanden sein.

Drechseln

Maschinen - Werkzeuge - Techniken
Von der Einrichtung der Drechselbank über die notwendigen Werkzeuge und deren Handhabung bis hin zur Auswahl des richtigen Holzes beschreibt der Autor jedes Detail!
42,00 
Mehr Erfahren

Für viele scheint das durchaus ein Problem zu sein: Rechtwinkliges Bohren mit dem Akkuschrauber ist nur bedingt zu empfehlen, der Ausleger der Ständerbohrmaschine ist für diese Anwendung zu kurz und nicht jeder besitzt einen mobilen Bohrständer.

“Mensch, was bin ich clever: Ich nehme einen 20-mm-Beschlagbohrer für die Oberfräse” dachte sich der Autor dieses Blogs.

Diese Beschlagbohrer sind für Drehzahlen über 20.000 Umdrehungen pro Minute zugelassen. Die Oberfräse erlaubt ein rechtwinkliges Eintauchen – klingt nach einer perfekten Kombination.

Der Dankbarkeit über diese tolle Idee gewiss, machte ich mich gut gelaunt ans Werk:

Da ist das gute Stück: In Größen von 15-35 mm erhältlich, für 40-70€ pro Stück.
Die Oberfräse wird auf dem Riss positioniert und es kann wirklich mühelos gebohrt werden.
Die Oberflächengüte ist hervorragend, die Löcher lassen sich mühelos herstellen.

Doch dann folgt die Ernüchterung: Weder die Bench-/Raildogs von Veritas, noch von UJK

sitzen passgenau. Trotz intensiver Bemühungen (z.B. die Fixierung der Oberfräse mit Zwingen, um eine seitliche Bewegung auszuschließen) gelingt mir keine passgenaue Bohrung. Auf den Bildern lässt sich der Spalt deutlich erkennen.

UJK…
Veritas…
Dieser Beschlagbohrer wird zwar von Festool mit einem Durchmesser von 20.00mm angegeben, hat jedoch einen Durchmesser von 20,1 mm.

Laut Hersteller werden die Bohrer mit etwas Übermaß hergestellt, um einen einfachen Einsatz der Beschläge zu gewährleisten. Der Name sagt es schon und wer regelmäßig bspw. Topfscharniere einlassen möchte, findet hiermit eine interessante Alternative zu bestehenden Systemen.

Auch wenn meine Idee gescheitert ist, möchte ich diesen Blog gerne veröffentlichen, um auf diese Abweichung hinzuweisen und Ärger zu vermeiden. Ganz günstig sind Beschlagbohrer leider nicht und zumindest ich habe leider sonst keine Verwendung für 20mm Bohrungen mit Übermaß.

Es gibt allerdings in dieser Größe passende Nutfräser, die exakt 20mm Durchmesser haben und (sofern eine Grundschneide vorhanden ist) auch tauchen können.

Durch die eingeschränkte Späneabfuhr sollte in mehreren Vorgängen gebohrt werden.

Wissen. Planen. Machen. Das ist das Motto der Zeitschrift HolzWerken, dem Magazin für den Holzwerker.
ab 65,00 
Mehr Erfahren

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Bisher noch keine Kommentare

Kommentar verfassen