Teile mit zulaufenden Kanten spannen zu können, das dürfen nicht viele Zwingen von sich behaupten. Dafür lohnt ein Blick über den großen Teich. In den USA sind „hand screw clamps“ schon seit Jahrhunderten sehr beliebt. Zwei hölzerne Arme und zwei Gewindestangen, die sie verbinden: Aus mehr bestehen sie nicht. Der Clou sind eben die Gewindestangen, die je ein Links- und ein Rechtsgewinde tragen. Durch gezieltes Verdrehen der Stangen lässt sich erstens die Spannweite, also der Zwischenraum der Arme, einstellen und auch der Druck aufbauen. Werden die Stangen unterschiedlich gedreht, stellen sich die Arme in Form eines Trapezes. Das ist perfekt, um kleine Teile zu spannen, um sie am Frästisch zu führen. Natürlich kann man „seltsame“ Werkstücke damit auch gut verleimen. Bekannte Hersteller sind die Firmen Jorgensen und Dubuque. Deutsche Händler bezeichnen die Holzzwingen bisweilen als „Parallelzwingen“. Dabei glänzen die Nordamerikaner genau dann, wenn es nicht parallel zugeht. Oft haben die Beschreibungstexte dann auch noch den treffenderen Zusatz „winkelvariabel“.
Foto: Andreas Duhme
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