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Tischlern

Tischlern: Montag, 15. April 2013

Brettertüren brauchen Druck und nicht Zug

Türen in Brettkonstruktionen brauchen besondere Unterstützung: Wenn die zwei Querriegel aufrecht mit Brettern verschraubt, vernagelt oder gegratet werden, wird die Schwerkraft unweigerlich die frei hängende Seite nach unten ziehen. Abhilfe schafft da nur eine kräftige Diagonalstrebe.

Wenn die Diagonale auf Zug belastet wird, können sich die Verbindungen auseinander ziehen. Bei Druckbelastung geschieht das nicht!

Wenn die Diagonale auf Zug belastet wird, können sich die Verbindungen auseinander ziehen. Bei Druckbelastung geschieht das nicht!

Nicht allzu selten wird diese aber falsch eingesetzt, indem sie auf Zug belastet wird. Auf den ersten Blick scheint das eine gute Idee zu sein: Die Gewichtskraft der Tür wird von der Diagonalstrebe unten aufgenommen und nach oben über die Querung "ziehend" auf das höchste Scharnier übertragen. Weil nur auf Zug belastet wird, kann die Strebe auch schön dünn bleiben, könnte man meinen. Aber leider hängen, schleifen oder klemmen so gebaute Türen meistens, wenn etwas Zeit ins Land gegangen ist. Das Problem: Durch die Bewegung und das Gewicht lösen sich die Verbindungen zwischen Quer- und Diagonalstrebe allmählich. Nur ein wenig, aber es reicht, um die freie Seite der Tür um einige Millimeter absacken zu lassen. Die Lösung ist eine Diagonale, die die Gewichtskraft der Tür als Druck weitergibt, und zwar logischerweise auf das untere Band (Scharnier). Anders als eine Zugkraft nimmt der Druck diesen Weg auch dann, wenn sich die Verbindung Tür/Diagonale mit den Jahren etwas löst.

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