Tipps & Tricks Tischlern

Wohin mit dem Leim?

Illustration, bei der die Flächen einer Holzverbindung gezeigt werden, die geleimt werden sollen.

Wenn man sie genauer betrachtet, hat eine Holzverbindung erstaunlich viele Flächen, die sich berühren. Eine simple Schlitz- und Zapfen-Verbindung alleine hat an ihren beiden Bauteilen schon zehn davon – zählen Sie einmal nach! Bei einer Zinkenverbindung sind es bei jedem einzelnen Schwalbenschwanz, der zwischen zwei Zinken sitzt, bereits sechs.

Brauchen nun alle diese Flächen Leim? Die Antwort ist: Nein. Leim hält auf Hirnholzpartien ziemlich schlecht, deshalb müssen diese (und die je an sie stoßenden Flächen) auch keinen Leim bekommen. Je weniger Kleber störend herausquellen kann, desto besser.

Wenn Hirnholz-Kontaktflächen nicht mehr berücksichtigt werden, gibt es bei einer Schlitz- und Zapfen-Verbindung nur noch vier Flächen, die mit Leim in Berührung kommen, nämlich die großen Flanken. Auch beim Zinken beschleunigt diese Einsicht das Leimauftragen ganz erheblich.

Illustration, bei der vier Flächen einer Schlitz- und Zapfen-Verbindung gezeigt werden, die mit Leim in Berührung kommen.

Illustration: Willi Brokbals

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