Upcycling liegt im Trend. Aber: Nicht jedes Altholz ist für die Zweitnutzung geeignet. Alte Bahnschwellen sind aufgrund ihres rustikalen Aussehens zwar auf den ersten Blick ein reizvolles Baumaterial. Sie waren aber nie für den Garten- oder gar Möbelbau vorgesehen. Entsprechend brachial war die Behandlung: Zum Schutz vor Verrottung und gegen Schädlingsbefall wurden teerölhaltige Holzschutzmittel angewendet. Diese Mittel sind auch nach Jahrzehnten noch im Holz. Sie können schwere Hautreizungen auslösen und sind krebserregend. Aus diesem Grund dürfen Bahnschwellen weder beruflich noch privat gehandelt – also auch nicht verschenkt – werden und zählen zum Sondermüll. Ein Rückbau im privaten Bereich, zum Beispiel im Garten, ist zwar nicht vorgeschrieben, sollte aber aus gesundheitlichen Gründen in Erwägung gezogen werden. Und ums Sägen, Bohren oder schlimmstenfalls Schleifen sollte man einen großen Bogen machen.
Foto: Christian Filies
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