Und es macht Klick: Sehr dünne Bretter lassen sich ganz ohne Zwingen verleimen. Die anzusetzen ist ohnehin ein Graus – alles viel zu kippelig. Zwei bewährte Methoden der Verleimung gibt es als Alternative:
Die Klapp-Methode. Dazu spannen Sie zwei Leisten auf die Werkbank. Sie verlaufen parallel zueinander und in genau dem Abstand, den die auf Breite zu verleimenden Teile in Summe haben – minus einen „Hauch“. Bestreichen Sie die gut abgerichteten Schmalflächen nun mit Leim und legen Sie sie zwischen die Leisten, sodass die Leimflächen sich schon berühren. Drücke Sie jetzt die beiden Hölzer beherzt nach unten: Die beiden Flächen „klicken“ förmlich in Position und der Leim kann unter Druck aushärten. Belassen Sie es bei zwei Brettchen, wenn es mehr sein sollen, verleimen Sie nacheinander, je nach dem Aushärten des Leims.
Die Reibe-Methode: Für sehr kleine und dünne zu verleimende Flächen, zum Beispiel für Schatullenteile, geht es sogar noch einfacher: Sind die Leimflächen mit Weißleim bestrichen, drücken Sie sie auf der Tischplatte fest seitlich aneinander. Verschieben Sie die beiden Flächen dann gegeneinander, weiterhin mit Druck zueinander. Sie werden bemerken:
Es geht immer schwerer. Dann stoppen Sie und lassen alles einige Stunden ruhen. Die Anziehung der Wassermoleküle im Leim zueinander genügt als „Anpressdruck“. Für kleine und gering belastete Holzplatten reicht diese Verleimart völlig aus.
Illustration: Willi Brokbals
Die Zeitschrift HolzWerken bietet in jeder Ausgabe jede Menge Tipps wie diesen.
Möbelbau
Möbelbau
DAS führende Möbelbau-Buch! Von der grundlegenden Konstruktion von Schränken und Kästen geht es durch wirklich ALLE Bereiche des Möbelbaus.
48,00 €
Mehr ErfahrenZeitschriftenabo HolzWerken
Zeitschriftenabo HolzWerken
Wissen. Planen. Machen. Das ist das Motto der Zeitschrift HolzWerken, dem Magazin für den Holzwerker. Zeitschriftenabo HolzWerken gleich hier bestellen!
Preisspanne: 67,00 € bis 86,00 €
Mehr Erfahren

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Sie haben noch kein Konto?