Die Handoberfräse kann auch dann profilieren, wenn der Fräser kein Kugellager als Führung trägt. Die Führungsaufgabe übernimmt dann der Parallelanschlag, der bei Bedarf auch noch durch Holzleisten verlängert werden kann.
Am besten ist hierbei eine einzige, durchgehende Leiste. Sie verhindert, dass der Fräser an der Werkstückecke ins Holz "hineinkippen" kann.
Die Parallelanschlag-Methode hat ihre Stärke darin, dass dann auch nur Teile des Fräserprofils genutzt werden können – mit Kugellager gerät der Fräser unweigerlich immer ganz ins Holz. Mit der Parallelanschlag-Methode hingegen lässt sich zum Beispiel auch nur ein ganz genau definierter Teil eines Karniesbogens fräsen. Das ergibt völlig neue nutzbare Formen aus Ihrem Fräserbestand.
Zwei Einschränkungen gibt es: Das Profil wird nur perfekt, wenn auch die Kante des Werkstücks gerade ist. Anders als das Kugellager "tastet" der Parallelanschlag eben nicht nur punktförmig an der Kante entlang. Und: Die Methode funktioniert nur so lange, wie mindestens ein kleiner Bereich der Originalkante stehenbleibt, also nicht alles weggefräst wird. Sonst "fällt" der Anschlag in die tiefer liegende neue Kontur und der Fräser wandert weiter als gewünscht ins Holz.
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