Kreissäge: Schräge Formen verlieren ihren Schrecken

Das Schneiden von unregelmäßigen Winkeln an einem Werkstück ist eine echte Herausforderung an die Genauigkeit von Maschine und Mensch. Wie viel mehr gilt das bei mehreren Stücken, die keine rechten Winkel aufweisen, aber dafür alle absolut gleich sein müssen!

Wer vor diesem Problem steht, dem ist mit dem Schablonenschnitt an der Tischkreissäge geholfen! Dafür wird das Werkstück genau einmal mit den exakten Winkeln gefertigt, aber durchaus aus einem billigeren Material, wie zum Beispiel Spanplatte. Fortan dient es als Schablone: Mit eingeschlagenen und abgekniffenen Nägeln als Halter wird es auf die folgenden Werkstücke gedrückt. Die Kreissäge wird nun mit einem L-förmigen Hilfsanschlag am Parallelanschlag ausgerüstet. Die freie Kante des L wird so ausgerichtet, dass sie genau senkrecht über den linken Spitzen der Sägeblatt-Zähne "schwebt". Diese Kante dient nun als Bezugslinie für die Schablone: So wird effektiv begrenzt, dass das Werkstück zu weit in die Sägeblattebene gerät, und die Maße werden kopiert. Der Clou dieses Verfahrens: Durch leichtes Verschieben des L über dem Sägeblatt lässt sich die Kopie der Schablone leicht vergrößern oder verkleinern. Dabei muss natürlich das Sägeblatt immer sicher abgedeckt bleiben. Und: Die Schenkel des L müssen so groß sein, dass sich Abfallstücke nicht verfangen können.

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