Tipps & Tricks Tischlern

Keile in der Kreissäge: Risiko bei schrägen Schnitten

Foto: Heiko Stumpe
Foto: Heiko Stumpe <p>Das geht schief! Sobald das Reststück frei ist

Schnitte mit schrägem Sägeblatt sind auf der Tischkreissäge eine heikle Sache: Kleine, keilförmige Abfallstücke können jederzeit senkrecht nach unten fallen und sich in einem Sekundenbruchteil zwischen Sägeblatt und Tischkante zwängen.

Wenn sie in den vorderen, abwärts drehenden Bereich des Sägeblatts geraten, bekommen sie dabei noch jede Menge Energie mit auf den Weg. Blitzschnell kann die Säge zum Stehen kommen, mit enormen Belastungen für den Motor und die Transmissionsriemen. Das Sägeblatt selbst kann sich verformen bis zum Bruch. Am häufigsten, aber nicht weniger gefährlich ist es, wenn die Abfallstücke von den aufsteigenden Sägezähnen erfasst werden. Dann können sie ganz oder in Teilen pfeilschnell durch die Werkstatt fliegen. Es gibt zwei Rezepte, um das Risiko zumindest deutlich zu verringern. Erstens: Bereits vor dem Schnitt ist mit der Stichsäge schon grob möglichst viel des späteren Abfallkeils entfernt. Der letzte Schnitt auf der Kreissäge dient dann nur der Veredelung der Schnittkante, nimmt aber kaum noch nennenswert Material ab. Zweitens: Die Spalten zwischen Sägeblatt einerseits und den Tischkanten und links und rechts werden überdeckt. So finden die Keile kein Einfallstor. Das funktioniert zum Beispiel mit einer beim Schnitt untergelegten dünnen Hartfaserplatte, die mit eingesägt wird.

Werkstatt-Kurs Holzverbindungen

Werkstatt-Kurs Holzverbindungen

Der anschauliche Videokurs "Werkstatt-Kurs Holzverbindungen" zeigt die wichtigsten traditionellen Holzverbindungen, ausschließlich mit Handwerkzeugen erstellt.

29,90 

Mehr Erfahren

Zeitschriftenabo HolzWerken

Zeitschriftenabo HolzWerken

Wissen. Planen. Machen. Das ist das Motto der Zeitschrift HolzWerken, dem Magazin für den Holzwerker. Zeitschriftenabo HolzWerken gleich hier bestellen!

Preisspanne: 74,00 € bis 93,00 €

Mehr Erfahren

Kommentare

2 Kommentare

  1. Hundsbruchpilot

    Guter Tipp in sachen Sicherheit!

  2. der tipp mit der hartfaserplatte funktioniert sehr gut und ist (in meinen augen) sinnvoller, als ein „vorprokeln“ mit der stichsäge und anschließendem schnitt, welcher nicht mehr im vollen material läuft und somit die schneiden einseitig belastet (herabgesetzter standweg) und gleichzeitig die gefahr birgt (zumindest bei etwas dickeren platten) zu verlaufen.
    kurzum:hartfaser gut!stichsäge (würde ich) lassen!