Wenig bekannte Tischlerplatten und überall verfügbare Spanplatten haben beide ihre Daseinsberechtigung in der Holzwerkstatt. Tischlerplatten bestehen aus einer Mittellage aus Vollholzstäben und beidseitigen, quer dazu aufgeleimten Deckfurnieren. Sie sind stabil, verzugsfrei und lassen sich gut mit Schrauben verbinden. Besonders für hochwertige Möbel und Regale, die schwer belastet werden, sind sie erste Wahl. Sie verzeihen auch das Einschrauben ohne Vorbohren und eignen sich gut zum Dübeln. Spanplatten hingegen werden aus gepressten Holzspänen gefertigt und sind deutlich kostengünstiger. Sie bieten eine gleichmäßige Struktur ohne größere Hohlräume, was beim Fräsen von Nuten oder Profilen vorteilhaft ist. Allerdings müssen Sie beim Verschrauben vorbohren und spezielle Spanplattenschrauben verwenden. Beide Plattenarten kann man direkt furniert kaufen oder man beklebt sie selbst mit Furnier. Für sichtbare Kanten benötigen beide Materialien An- oder Umleimer. Hierbei handelt es sich um Massivholz-Leisten, die Tischler- wie Spanplatten fast wie Massivholz wirken lassen.
Foto: Andreas Duhme
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