Furnierpresse für die kleinen Dinge

Das Furnieren scheuen viele Holzwerker, denn in Gedanken ist dafür ja eine riesige Furnierpresse oder mindestens eine Armada von Zwingen nötig.

Das ist schade, denn so bleiben viele Gestaltungsmöglichkeiten ungenutzt. Eine wirksame Presse bis zur Größe eines A3-Blatts können Sie für wenige Euro selber bauen. Dieses Format reicht locker für Schatullen, furnierte Wandbilder oder auch Schubkastenfronten.
Kern sind zwei möglichst dicke, formstabile Stücke Plattenwerkstoffe wie zum Beispiel Multiplex. Die nötige Stärke lässt sich auch durch eine Dickenverleimung leicht erreichen. An den vier Ecken werden die beiden Platten später mit kräftigen Gewindestangen, mindestens M8, Muttern und Unterlegscheiben verbunden, mit etwa vier Zentimetern Abstand. Für den nächsten Schritt benötigen Sie Flügelschrauben und passende Muttern, und zwar 20 für eine Presse im A4-Format. Die obere der beiden Platten wird im Abstand von fünf Zentimetern zur Aufnahme der Muttern (14 mm für M8er-Muttern) gebohrt und dort jeweils auch durchbohrt, um die Flügelschrauben hindurch zu lassen.

Illustration: Willi Brokbals

Schlagen Sie alle Muttern ein und spannen Sie die beiden Platten wie beschrieben mit den Gewindestangen zusammen.

Illustration: Willi Brokbals

Das beleimte Furnierpaket kann nun eingelegt werden, darauf kommt noch eine weitere, formstabile Platte als Druckverteiler. Ziehen Sie nun, von der Mitte beginnend, alle Muttern stramm an, so dass sich der nötige Pressdruck aufbaut.

Illustration: Willi Brokbals

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