Die versteckten Talente der Lamellofräse

Flachdübelfräsen – nach ihrem Erfinder fast immer als Lamellofräser bekannt – bringen die bekannten kleinen Verbindungsplättchen an Ort und Stelle. Dafür sind sie gebaut. Doch übersehen die Besitzer der Fräser, dass es damit noch längst nicht getan sein muss.

Überall dort, wo ein kleiner, nicht zu langer Schlitz benötigt wird, kann die Maschine ein­gesetzt werden. Dazu wird die Maschine an einem Brett immer weiter versetzt und neu eingetaucht. So entsteht eine Nut, die zwar keine ganz einheitlich Tiefe hat und mitunter auch ­einen kleinen Versatz an den Übergängen. Doch um ein dünnes Elektrokabel verschwinden zu lassen, kann das schon genügen. Eine andere, besonders praktische Anwendung sind die kleinen Schlitze, in die Nutklötze greifen. Nutklötze sind die beste Möglichkeit, um zum Beispiel eine massive Tischplatte auf einer Zarge zu befestigen. Richtig eingesetzt gewährleisten sie, dass die Platte weiterhin quellen und schwinden kann, ohne die verleimte Zarge auseinanderzudrücken.
Für einen anderthalb Meter langen Tisch genügen dabei schon drei Befestigungspunkte pro Seite. Hier wird die Lamellofräse kurz zweimal übereinander angesetzt – und schon ist der nötige Schlitz fertig (Bild). Die passenden Klötze lassen sich auf einer fein eingestellten Bandsäge gut dafür anpassen.

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Kommentare

05.02.2020

Man kann auch einfach einen rechtwinkeligen Nutklotz ohne Falz nehmen und in diesen auf gleicher Höhe eine Lamello-Nut fräsen, in die man eine Lamellofeder steckt. Wenn man will kann man diese im Klotz noch verleimen. So spart man sich die Arbeit des Fälzens oder Anpassens der Klötze. Aus Gründen der Arbeitssicherheit fräst man die Lamello-Nuten zuerst in die Holzleiste bevor man daraus die einzelnen Klötze ablängt.

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