Der Dickenhobel, der auf dem Frästisch wohnt

Kleine und vor allem kurze Bauteile exakt auf die richtige Dicke zu bringen, ist nicht ganz leicht: Der Dickenhobel muss hier aus Sicherheitsgründen ausgeschaltet bleiben, und die Arbeit mit Handhobel ist nicht jedermanns Sache.

Illustration: Willi Brokbals

Mit hohem Aufwand kann man am Anschlag des Frästischs eine Art Dickenhobel nachbauen, aber es geht auch einfacher. Sie machen sich dabei die Führungsnut zu Nutze, die es in so ziemlich jedem Frästisch gibt. Zunächst benötigen Sie eine Schiene, die spielfrei in der Nut läuft. Darauf wird eine etwa 30 Zentimeter lange und etwa 15 Zentimeter breite Grundplatte geschraubt – die genaue Breite hängt vom Abstand der Führungsnut zum Fräser an Ihrem Frästisch ab. Auf der Grundplatte sitzen weit vorn und weit hinten je zwei mit zwölf Millimetern durchbohrte Führungklötze, die zwei entsprechend dicke Führungsstangen (Stahlrohr oder Vollmaterial) gleitend aufnehmen. Zwei der vier Führungsklötze sind geschlitzt und mit einer Schraube versehen, so dass sie je eine Führungsstange klemmen können.
Beide Führungsstangen sind untereinander mit einer stabilen Leiste (Hartholz oder Multiplex) verbunden. Auf dieser Leiste wiederum sitzen zwei ausgeklinkte Reiter. Der hintere ist mit Schrauben und Leim fixiert, der vordere nur festgeschraubt. Er wird jeweils so positioniert, dass er das Werkstück zwischen sich und dem hinteren Halter sicher klemmt.
Ist das Werkstück fixiert, stellen Sie die Führungsstangen so ein, dass nur geringe Spanabnahme entsteht. Als Werkzeug dient ein simpler Nutfräser. Natürlich kann diese Vorrichtung auch kleine Teile beim Profilieren halten.
Als Ausbaustufe kann an eine Gewindestange angebaut werden, mit deren Hilfe sich die Stellung der Führungsleiste zehntelmillimetergenau einstellen lässt.

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