Der Bohrer erleichtert das Zinken

Halbverdeckte Zinken sind ein Ausweis guten Handwerks: Von vorne zeigt sich das Vorderstück des Schubkastens makellos; von der Seite präsentieren sich die Zinken und Schwalbenschwänze als eine unübertroffen solide Verbindung.

Im Vergleich zu einer normalen, offenen Zinkung ist das Ausräumen der Holzabfälle zwischen den Schnitten aber noch einmal aufwändiger: In der offenen Variante kann von beiden Seiten gestemmt werden und besonders fix geht es, wenn man den Rest knapp über der Grundlinie mit einer Laubsäge quer herausschneidet. Dann an den Zinkenflanken sauber nachstemmen – fertig!
Bei halbverdeckten Zinken ist all das nicht möglich. Weil auch die Säge nicht voll eingesetzt werden kann – die Frontansicht muss ja makellos bleiben – ist das Ergebnis langwieriges Stemmen.
Doch es geht schneller: Mit Hilfe eines Forstnerbohrers und einer Ständerbohrmaschine mit Tiefenanschlag lassen sich die ­Zinken-Zwischenräume sehr effektiv ausräumen. Der Bohrerdurchmesser ist etwas kleiner zu wählen als der Zwischenraum. Und die Bohrmaschine justieren Sie über ihren Tiefenstopp so, dass der Bohrer einen halben Millimeter vor dem Eintritt ins Verdeck anhält. Mit ruhiger Hand und in Ruhe lassen sich die Zwischenräume so prima und schnell von geschätzt 80 Prozent des Abfalls befreien. Den Rest erledigt ein scharfes Stecheisen.

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