Oberfräse schwebt über Löchern

Was tun, wenn eine ausgefräste Vertiefung so groß werden soll, dass die Sohle der Oberfräse in den vertieften Bereich hereinrutscht?

Soll zum Beispiel für eine Einlegearbeit eine kreisförmige Fläche von mehr als 20 Zentimetern Durchmesser einige Millimeter tief ausgefräst werden, dann tritt dieses Problem auf. Selbst wenn man rundum vom Kreisrand aus in diesen hineinfräst, reicht die Fräse nicht bis in die Mitte. Im Kreis selber fräsen funktioniert auch nicht, weil sich die Fräse die eigene Standfläche und damit den Höhenbezug wegfräst. Die Lösung sind zwei kräftige Hartholz- oder Multiplexleisten, 40 Zentimeter lang, rund 50 Millimeter breit und je mit mindestens einer geraden Kante versehen.

Führungsstangen der Oberfräse helfen

Stecken Sie nun die Führungsstangen in Ihre Oberfräse (die oft acht Millimeter dicken Rundstahlstangen für den Parallelanschlag) und messen Sie deren Abstand zur Aufstandsfläche und den Abstand der beiden Stangen zueinander (je zur Stangenmitte). Spannen Sie die Holzleisten aufeinander und durchbohren Sie dieses Sandwich mit den zu Ihren Stangen passenden Bohren.
Danach können Sie diese Schienen einmal links, einmal rechts auf die fixierten Führungsstangen aufstecken. Die beiden Leisten überbrücken den Fräsbereich und erlauben es der Fräse, auch große Flächen zu bearbeiten.

Illustration: Willi Brokbals

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