Wenn das Unlösbare wieder loslassen soll

Epoxidharz ist eine wunderbare Erfindung: Meistens werden dabei zwei Komponenten – Harz und Härter – in einem genau definierten Mischungsverhältnis verrührt. Nach wenigen Minuten ist die Masse dann einsatzbereit. Zum dauerhaften Verbinden von Holz und Metall ist Epoxidharz perfekt.

Das wissen zum Beispiel Drechsler, die Werkzeugstähle in selbst gedrehte Griffe (Hefte) einkleben. "Epoxi" ist, wie gesagt, dauerhaft – und das kann natürlich zu Kopfzerbrechen führen. Was tun, wenn die unlösbare Verbindung doch wieder gelöst werden soll? Ausgehärtes Epoxidharz ist ein sehr starker duroplastischer Kunststoff, dem zum Beispiel mit Lösemitteln nicht beizukommen ist. Auch mechanische Versuche, die Teile zu trennen, sind meist zum Scheitern verurteilt. Epoxi ist ja deshalb so geschätzt, weil es Scherkräften, die beim Drehen oder Hebeln entstehen, sehr gut widersteht.
Was tatsächlich hilft, ist Hitze. Mit einem Heißluftfön (und zur Not einer Lötlampe) wird der Stahl außen so erhitzt, dass er sich auch an der Klebestelle ausdehnt. Selbst durch die Wärme geschwächt, kann das Harz dieser Bewegung nichts mehr entgegensetzen und bricht. Auch nach dem Abkühlen klebt nichts wieder zusammen. Das Harz bröselt weg, die Teile lösen sich wieder voneinander. Dass bei der Hitzebehandlung (im Freien!) mindestens das Holz Schaden nimmt, sollte klar sein. Dieser kann klein gehalten werden, wenn es sich nur um kleine eingeklebte Metallteile handelt. Sie können mitunter mir einem Lötkolben auf Hitze gebracht werden, bis die Harz-Verbindung nachgibt. Ob‘s klappt, hängt allerdings vom Einzelfall ab.

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