Tischlerplatten richtig einsetzen: Kreuz und quer als Grundprinzip

So genannte Tischlerplatten sind eine praktische Sache: Durch die Mittellage aus massiven Holzstäben wird auch eine vergleichsweise dünne Platte stabil und kann viel tragen. Das quer darüber geleimte Absperrfurnier verhindert zugleich, dass die Fläche arbeitet und sich wirft – so wird ein Nachteil von Massivholz ausgehebelt.

Im Handel sind Tischlerplatten unter dem Kürzel "ST" (für Stabsperrholz) zu finden. Da die massive Mittellage nun einmal aus Holz besteht, können die einzelnen Stäbe unterschiedlich quellen und schwinden, was sich mitunter in der Oberfläche abzeichnet. Für feinere Anwendungen sind deshalb "Stäbchenplatten" (STAE) gedacht. Ihre Mittellage besteht aus 8-mm-Streifen Rundschälfurnier, das meist stehende Jahresringe aufweist. Sowohl ST- als auch STAE-Platten sind viel bei furnierten Möbeln im Einsatz. Das Furnier wird dabei stets so aufgelegt, dass es die gleiche Faserrichtung hat wie die Mittelage – also quer zum Absperrfurnier. Beide Plattentypen werden auch gerne "roh" für Werkzeugschränke und Vorrichtungen in der Werkstatt verwendet. Wichtig dabei: Platten sollten so eingesetzt werden, dass die Mittellage jeweils möglichst lang bleibt – auch wenn das Deckfurnier dann optisch quer liegt.

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