Schichtholz-Schablonen besonders einfach

Bögen aus Schichtholz können an Objekten und Möbeln sehr vielfältige Funktionen übernehmen – vom kleinen Schubkastengriff bis hin zu Sesselbeinen und Zierleisten.

Zwar kann man jeden Bogen auch aus einem Stück Massivholz heraussägen. Doch das hat mindestens zwei Nachteile: Erstens benötigen Sie so sehr viel Holz. Zweitens bekommen Sie auf der Bogenoberfläche keine einheitliche Maserung, weil der Winkel der Fasern zur geschnittenen Fläche überall anders ist.
Schichtholz-Bögen haben ein ruhiges Maserbild, und sie lassen sich aus dünnen Holz-Streifen oder Furnieren herstellen. Zeitraubend beim Herstellen solcher Holz-Kurven ist der Bau der Schablone. Mit Form und Gegenform sorgt sie dafür, dass das verleimte Holzpaket überall auf Kurs bleibt. Erleichtern Sie sich den Schablonenbau mit diesem Trick: Passen Sie die Dicke des geplanten Holzbogens einfach einem Fräser in der Werkstatt an.
Gehen wir von einem 8-mm-Nutfräser für die Oberfräse aus. Greifen Sie nun zu einer dichten Platte (zum Beispiel MDF), die alleine oder in mehreren Schichten mindestens so dick ist wie der Schichtholzbogen breit. Fräsen Sie nun genau die Kontur, die ihr Bogen haben soll. Und zwar mitten durchs MDF, so dass Sie zum Schluss zwei Bretter haben. Als Schablone lassen diese nun genau Platz für ein 8-mm-Holzpaket. Dessen Dicke lässt sich bei normalem Furnier über die 0,55 Millimeter dicken Schichten ­regeln. Werden die Streifen für die Verleimung selber hergestellt, haben Sie ohnehin alle Maße in der Hand.
Dann können Form und Gegenform den perfekten Druck ausüben.

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