Der sichere Weg zu drei (und mehr) Bohrpunkten

Befestigungspunkte in einer gemauerten Wand sind so eine Sache. Auch nach genauem Anzeichnen ist es eher die Ausnahme als die Regel, dass die eingebohrten Dübel auf den Millimeter genau in Position sitzen. Denn Fugen, Ritzen und Hohlräume lassen den Bohrer häufig abwandern.

Vor allem Bewohner von Altbauten können davon ein Lied singen.Es ist daher sinnvoll, erst die Bohrungen in der Wand einzubringen und ihre entsprechenden Gegenpunkte im aufzuhängenden Regal oder der Garderobe erst danach. Beim punktgenauen Übertragen des Wand-Bohrbildes helfen einige Gewindestangenstücke, die Sie provisorisch in die Dübel eindrehen.
Sie sind zuvor am Schleifbock angespitzt worden, so dass sie nur knapp aus der Wand herausstehen. Jetzt das Möbel ausrichten und mit einigen sanften Schlägen auf die Spitzen drücken.
Nun haben Sie die genauen Bohrpunkte auf der Rückseite des Möbels. Bei schweren Möbeln ist das "Davorhalten" natürlich nicht drin. Übertragen Sie die Spitzenpunkte dann zunächst auf eine dünne Hart­faserplatte oder eine harte Pappe und von dort aus auf das Möbelstück.

Die Werkzeugkiste des Anarchisten

Welche Werkzeuge braucht man für den Möbelbau? Der Autor Christopher Schwarz schildert in „Die Werkzeugliste des Anarchisten“ seine ganz persönliche Liste der nötigen Werkzeuge und wie man mit ihnen umgehen soll.
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Kommentare

09.03.2017

Alternativ geht es mit einer Schablone, die man gut festhalten kann: Bretr mit einem Loch der zu verwenden Bohrerstärke auf die Anzeichnung ausrichten und den Bohrer durch dieses Loch führen, dann erst in die Wand bohren. Abwanderung wird dadurch zuverlässig vermieden; ist das Brett dick genug, ist die Bohrung auch noch senkrecht zur Wand (oder mindestens zum Brett ;-) ) MJK

18.03.2017

Hallo zusammen! Diesen Tipp verstehe ich nicht. Wie soll ich einen angespitzten Gewindestab so weit in den Dübel eindrehen, dass er nur noch knapp heraus schaut? Und wie bekomme ich ihn wieder heraus? Ist euch da vielleicht ein Tipp durchgerutscht, der in der Theorie ersonnen, in der Praxis aber nie ausprobiert wurde? Gruß Peter

06.02.2018

Da wäre es statt der genannten Gewindestangen viel besser, Dübelspitzen wie man sie für Holzdübel verwendet in die Kunststoffdübel einzusetzen. Oder man setzt zumindest auf die Gewindestangen eine Unterlagscheibe und Mutter auf, so klopft man die Gewindestangen nicht in den Dübel. Ob die Spitzen nun 2 mm oder 2 cm aus der Wand stehen ist unerheblich für das Markieren.

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