Der Adirondack-Chair aus der Ausgabe 36 (https://www.holzwerken.net/shop/abos/holzwerken/einzelheft_e/holzwerken_36_september_oktober_2012) steht bei mir das ganze Jahr im Freien und ist voll bewittert. Die vergangenen Jahre haben dem Stuhl ganz ordentlich zugesetzt und es ist eine kleine Auffrischung fällig.


Nun gibt es zwei Grundlegend unterschiedliche Ansätze bei der Aufarbeitung von solchen Gartenmöbeln:
- 1. Das Aufarbeiten bis nahe an den Neuzustand, das ist mit viel Arbeit verbunden und wird mit bei voll bewitterten Möbeln nicht lange neu aussehen.
- 2. Das Auffrischen, dann sieht das Möbel immer noch verwittert aus, ist aber für weitere Jahre gut geschützt, sodass das Holz nicht verrottet.
Ich bevorzuge die zweite Variante, da es mich nicht im geringsten stört, wenn Holz im Außenbereich verwittert aussieht. Außerdem sitze ich viel lieber in einem solchen Stuhl, als ihn abzuschleifen. Der Grundgedanke der typischen Adirondacks kommt dieser Einstellung zugute. Die Stühle sind einfach und preiswert zu bauen und werden in der Regel auch nur verschraubt. Will man den Stuhl etwas überarbeiten, kann man ihn ganz einfach zerlegen und wieder zusammenbauen. Daher empfehle ich Ihnen für solche Möbel auch die etwas teureren Schrauben aus Edelstahl. Auch nach vielen Jahren im Freien können sie noch problemlos ausgedreht und erneut verwendet werden.


Mit den Jahren hat das Holz eine silberne oder teilweise schwarze Patina bekommen. Diese wirkt wie eine Schutzschicht. Teilweise wird das Holz aber auch „krümelig”, vor allem der Frühholzanteil des Holzes wird dann auch durch Regen ausgewaschen. Das gefällt mir nicht besonders, daher habe ich alle Teile etwas angeschliffen. Aber nicht zu viel, die Patina sollte noch weitestgehend erhalten bleiben. Es ging mir nur darum Verschmutzungen und Grünbelag vom Holz zu entfernen. Das dauert dann auch nicht lange.


Ein paar Reparaturen waren allerdings nach sieben Jahren fällig. Vor allem die Verbindung zwischen den Armlehnen und den beiden Füßen hat sich sehr gelockert. Normalerweise vermeidet man Schrauben, in deren Vertiefungen Wasser stehen bleiben kann. Stehendes Wasser führt dazu, dass das Holz um die Schrauben herum schneller verwittert oder gar faulen kann. Schweren Herzens habe ich aber dann doch ein paar Schrauben eingedreht damit der Adirondack an dieser Stelle wieder mehr Stabilität bekommt.
Anschließend wurden alle geschliffenen Teile neu geölt. Nach dem Trocknen konnte alles wieder zusammengebaut werden. Das Holz sieht immer noch verwittert aus und auch etwas unregelmäßig. Das kommt dadurch, dass das Öl sehr ungleichmäßig aufgenommen wird. Nach einigen Monaten in der Sonne wird sich das aber wieder angleichen. Eine andere stark belastete Stelle ist die Verbindung zwischen den Füßen und den Kufen. Hier habe ich je zwei Schlossschrauben eingedreht. Diese Schrauben können bei Bedarf nachgezogen werden.



So ist mein Adirondack nun wieder fit für den Frühling und wird hoffentlich noch weitere sieben Jahre ohne Nachbehandlung halten.

Und welcher Gartenmöbel Typ sind Sie? Möchten Sie das alles immer möglichst neu aussieht und nehmen dafür auch die eine oder andere Stunde Arbeit in Kauf? Oder lassen Sie Ihr Holz in Ehren ergrauen?
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Eine Antwort auf “Fit für den Frühling”
Hallo Heiko,
da auch wir ja mit den jähren altern und nicht mehr so frisch sind, darf bei mir das Holz ebenso altern und es auch zeigen.
Da gefallen mir die Botox Damen und Herren zu wenig, als das ich sowas in Betracht ziehen könnte.
Gruß
Tommy
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