Vom Sperrmüll zum Partygag – Der Ast-Lautsprecher

Vorab sei gesagt, dass ich von Akustik weder die leiseste noch lauteste Ahnung habe. Doch manchmal darf auch einfach mal hemmungslos gebastelt werden.

Zur Ausgangssituation: Auf dem Weg zur Arbeit fand ich einen “leicht” lädierten Lautsprecher. Das Gehäuse war gebrochen, der obere Lautsprecher entpuppte sich als Attrappe – aber zu meiner großen Freude konnte ich mein Handy per Bluetooth verbinden und Musik abspielen. Was lag also näher den Bauteilen ein neues Gehäuse zu verpassen.

Die Inspiration dazu lag dann am Werkstatteingang: Ein Stück Robinie, was ich beim Brennholz hacken im letzten Winter zurückgehalten habe. Eigentlich hätte sich der gerade gewachsene Abschnitt hervorragend zum Stuhlbau geeignet, allerdings war er in den letzten Monaten doch ein wenig zu trocken geworden für meine ursprünglichen Vorhaben.

Beim Einspannen von organischen Bauteilen stößt die einzelne Schraubzwinge schnell an ihre Grenzen, eine (im besten Fall gummierte) Zulage und zwei Zwingen sichern das Werkstück wesentlich besser.

Der glückliche Fund: Die Verbindung mit dem Bluetooth-Modul funktionierte auf Anhieb
Nach bereits wenigen Schnitten mit der Japansäge war klar: Die Späne von feuchtem Holz setzen sich auch in die gröbere Längsschnitt-Verzahnung. Da hilft nur die Astsäge.
Mehrere Bohrungen mit dem Forstnerbohrer haben bereits viel Material geräumt, den Rest macht nun die Oberfräse.
Die Elektrik verschwindet in der Nut. Auch hier wurde das Material größtenteils mit einem Bohrer entfernt und mit einem Stecheisen nachgearbeitet.
Fertig ist der kleine Spaß in Holzform. Die Soundqualität ist nichts für feine Ohren, ein Grinsen zaubert die Form jedoch bislang allen ins Gesicht.

In diesem Sinne: Manchmal darf auch mal der pure Spaß im Vordergrund stehen 🙂

Wissen. Planen. Machen. Das ist das Motto der Zeitschrift HolzWerken, dem Magazin für den Holzwerker.
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