Volle Breitseite – Ein Hobeleisen wird zum Alleskönner

„Das ist ein Messer“ bzw. das war mal ein Hobelmesser. Mit meist mehr als 50mm Breite stellt es die meisten Stecheisen in den Schatten und leistet an vielen Stellen gute Dienste.

Zugegeben, auf den ersten Blick wirkt dieses Werkzeug wie aus einem postapokalyptischen Film entsprungen.
Alles ist vergänglich, doch vor allem bei älteren Holzhobeln hat es die Hobelkörper meist mehr erwischt, als die Hobeleisen. Mit wenig Aufwand lässt sich damit ein nützlicher Helfer herstellen.
Im Prinzip wird es wie ein Stecheisen verwendet… ein sehr breites Stecheisen.
Diese sind meist jedoch leider etwas teurer und kommen eher selten zum Einsatz.

Anleimer bündig abtrennen funktioniert mit unserem Werkzeug hervorragend. Bei Furnier unbedingt die Faserrichtung beachten, um ein Einreißen zu verhindern.
Auch als Ziehklinge kann das Eisen genutzt werden. Wer mag, kann den Schleifgrat stehen lassen und erhält so noch etwas mehr Abtrag.
Scharniere einlassen und Zapfenlöcher vorstechen: Durch die Breite ist hier mit einem Schlag erledigt, was sonst 3-4 Schläge benötigt.
Auch als Leimkratzer oder zum Putzen von Zapfen oder Überblattungen eignet sich unser Selbstbau hervorragend.
Ohne die Seilumwicklung (und vorab plan geschliffen) können leichte Überstände von Wachskitt entfernt und Innenradien nachgestochen werden.
Beim Spalten kleiner Stücke zur Herstellung von Holznägeln hat sich das breite Eisen ebenfalls schon bewährt.
Wer etwas Zeit investieren möchte kann damit sogar eine Führung bauen, die das gleichmäßige Abtragen von Holz ermöglicht ;-).

Wissen. Planen. Machen. Das ist das Motto der Zeitschrift HolzWerken, dem Magazin für den Holzwerker.
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