Surfen im Wohnzimmer – ein schnelles Bastelprojekt mit Spaß für die ganze Familie

„Das kann ich doch schnell selber machen“. Während dieser Satz laut wissenschaftlichen Studien (Quelle unbekannt) rückblickend meist eher Gelächter auslöst, ist dieses Projekt wirklich in kürzester Zeit fertiggestellt. Mit einem selbstgebauten Balance-Board stärken sie ihre Muskulatur und sorgen vor allem bei den anfänglichen Versuchen vielleicht doch für Gelächter.

Der Winter naht und viele Außenaktivitäten werden zunehmend ungemütlicher. Mit einem „Balance Board“ kann man sich zumindest für kurze Zeit ein wenig wie ein Profisurfer auf Hawaii fühlen und ganz nebenbei für eine Kräftigung der Rumpfmuskulatur sorgen. Angebote dazu gibt es viele im Netz, aber selbst mit wenig Erfahrung und Werkzeug lässt sich so ein Board auch schnell selber machen.

Die übliche Größe des Bretts liegt bei 90-110 cm Länge, 30-35 cm Breite und mindestens 18 mm Dicke. Mein Board ist mit 75 cm Länge etwas kleiner geworden, da ich in meinem Holzlager nichts Größeres vorrätig hatte. Je länger das Board, desto einfacher lässt sich das Gleichgewicht halten – und umgekehrt. Als Plattenmaterial eignet sich vor allem Multiplex, aber auch ein Stück Dreischichtplatte ist hervorragend geeignet. MDF oder Spanplatten sind aufgrund der hohen Belastung ungeeignet.

Die Rolle ist zugekauft: Sie besteht aus Kork, hat einen Durchmesser von 10 cm, eine Breite von 40 cm und kann mit dem Suchbegriff „Yogarolle aus Kork“ gefunden werden.

Bei der Gestaltung des Boards kann man sich austoben, eine Stellfläche wie hier am Ende erleichtert den Einstieg.
Nach dem Aufzeichnen wird die Kontur ausgeschnitten, einseitig nachgezeichnet und dann an der Mittelachse gespiegelt.
Mit der Stichsäge wird die Kontur ausgeschnitten. Präzision ist hier nicht erforderlich, mit etwas Schleifpapier werden anschließend alle scharfen Kanten entfernt.
Mit ein paar Streifen Kreppband wird ein Muster abgeklebt und anschließend mit einer beliebigen Farbe übermalt. Muss aber auch nicht sein.
Zum Abschluss wird einmal geölt.
Fertig ist das gute Stück.

In weniger als einer Stunde lässt sich dieses kleine Fitnessgerät herstellen.

Für die korrekte Anwendung finden sich diverse Videos unter dem Suchbegriff „Balance Board“. Ungeübte können zu Beginn eine Isomatte unterlegen, damit die Rolle sich nicht zu schnell bewegen kann. Oder man übt gemeinsam mit der Familie und hält sich zu Beginn gegenseitig fest. Scharfkantige Möbel im näheren Umkreis sollte man sicherheitshalber auch beiseite rücken.

Mit nackten Füßen oder Turnschuhen hat man einen sicheren Stand. Auf Socken könnte es etwas rutschig werden, daher sollte auch nur bis zu einer Körnung von 120 geschliffen werden.

Die Yogarolle kann übrigens auch als Faszienrolle verwendet werden, was ebenfalls ein wenig eventuelle Verspannungen lösen kann.


Viel Spaß beim Nachbauen und Üben.

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