Schräge Gratnuten fräsen

Konische Gratnuten und ein Parallelanschlag schließen sich aus. Oder hat der Frästisch noch ein Ass im Ärmel?
Heute mal ein schneller und einfacher Trick:
Traditionell wird die Gratnut und Gratfeder leicht konisch ausgearbeitet.
Dadurch verkeilt sich die Feder beim Eintreiben und es entsteht eine passgenaue Verbindung.
An der Tischfräse lassen sich ohne Schiebeschlitten nur Nuten herstellen, die parallel zum Anschlag verlaufen.
Das ist wohl auch der Grund, warum viele Gratnuten heutzutage nicht mehr konisch zulaufend ausgearbeitet werden.
Mit einem zusätzlichen Schnitt an der Kappsäge/Tischkreissäge ist das aber ganz einfach möglich:
Kappsäge auf 1° einstellen und Werkstück ablängen…
Fräsung durchführen…
Kappsäge zurück auf 0° stellen und Werkstück erneut ablängen/ auf Endmaß bringen und erneute Fräsung durchführen, bis die gewünschte Breite erreicht ist.
Die Feder muss im gleichen Winkel verlaufen, ich mache das meist mit ein paar Hobelzügen.
Hier der Vergleich: leichte Schräge…
rechtwinklig und damit in Summe konisch zulaufend.
Ergebnis: Eine straffe Gratverbindung!

Viel Spaß beim Nachmachen.

Übrigens: Den Bau eines ganzes Regals mit eingenuteten Böden finden Sie in HolzWerken Ausgabe 80. In der Bauanleitung erfahren Sie, wie Sie die konische Gratnut an großen Werkstücken mit der Oberfräse anfertigen können.

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