Sashi Nomi – Die japanische Stoßaxt

Werkzeuge aus der Zimmerei im Tischleralltag? Damit lässt sich die Arbeit doch bestimmt viel schneller erledigen. Im Fall der Stoßaxt ermöglicht ein langes Heft dagegen vor allem präziseres Arbeiten. So verspricht es zumindest die Produktbeschreibung…

“Welcher Riese mag hier wohl sein Stecheisen vergessen haben” könnte ein Gedanke beim Anblick dieser Stoßaxt sein. Zur Bearbeitung mit dem Klüpfel/Hammer ist es gänzlich ungeeignet, entgegen seiner Größe ist vor allem für feine Arbeiten gedacht.

Zum Größenvergleich ein übliches Stecheisen.
Das lange Heft würde Schleifarbeiten erschweren. Mit ein paar sanften Schlägen lässt sich die Stoßaxt zerlegen.
Bekannter Aufbau: Klinge mit Angel, Zwinge, Heft. Die für japanische Stecheisen typische Zwinge am Heft-Ende entfällt.

Eigentlich sind Stoßäxte eher in der Zimmerei vertreten. So gibt es auch hierzulande Stoßäxte zum Nachbearbeiten von Zapfenlöchern und Zapfen.

Für Tischlerarbeiten reichen die üblichen Stecheisen in der Regel aus, ich verwende dazu meist ein möglichst breites Eisen (38mm ist bei vielen Herstellern erhältlich).

Die Stoßaxt ist daher auch kein Werkzeug, welches man unbedingt in seiner Werkstatt haben sollte. Durch den langen Hebel kann es lediglich etwas kontrollierter gehandhabt werden. Bei kleineren Bauteilen steht man sich damit leider auch etwas selbst im Weg.

Die rechte Hand kontrolliert den Eintrittswinkel der Schneide und damit die Spanabnahme. Das funktioniert tatsächlich sehr gut.
Ich gebe zu, es macht Spaß diese kleinen Holzlöckchen herzustellen. Das geht mit normalen Stecheisen aber genauso gut.

Wissen. Planen. Machen. Das ist das Motto der Zeitschrift HolzWerken, dem Magazin für den Holzwerker.
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