Mit einfachen Mitteln Glas schneiden

Während Johanna Röh sich in der aktuellen Holzwerken-Ausgabe der Metallbearbeitung widmet, schaue auch ich mal über den Tellerrand hinüber zur Glasverarbeitung.

Fazit: Geht schon irgendwie.

Vorab sei gesagt: Es gibt professionellere Möglichkeiten und Werkzeuge zur Glasbearbeitung.
Aber abgesehen von einem Glasschneider für 4€ aus dem Baumarkt dürfte man alles weitere in seiner Werkstatt finden und zumindest für meine Zwecke ist diese Technik ausreichend.
Glas, Glasschneider, Terpentin (alternativ Petroleum), Führungsschiene (alternativ eine gerade Bezugskante), ein alter Schleifstein. PSA: Handschuhe und Schutzbrille.
Der Glasschneider wird in Terpentin oder Petroleum getunkt, um ein besseres Schnittergebnis zu ermöglichen. Dann wird mit mittlerem Druck in einem Zug das Glas angeritzt.
Beim An- und Absetzen darf man nicht zu viel Druck an den Glaskanten anwenden, sonst kommt es zu Absplitterungen. Ebenfalls wichtig zu beachten: Man hat nur einen Versuch für das Anritzen. Ein “Nachziehen” sorgt für einen unkontrollierten Bruch.
Nur Mut und etwas Feingefühl: Am besten ein paar Glasscheiben mehr besorgen und üben.
Das angeritzte Glas an eine Kante legen und beherzt mit einem Ruck nach unten drücken: So einfach geht das.
Für ein aktuelles Projekt musste Glas rund geschnitten werden.
Der Vorgang ist ähnlich: An einer runden Schablone wurde angeritzt.
Ein Kabel dient uns jetzt als Möglichkeit, eine runde Bruchkante zu erzeugen.
Ein leichter Hammerschlag…
… und das Glas ist gebrochen.
Leider nicht ganz perfekt. Hier wird vorsichtig nachgehämmert.
Kleinere Unebenheiten werden mit einem Schleifstein nachgearbeitet. Der wird dadurch nicht besser, daher besser einen günstigen nehmen und nicht den 10.000er Wasserstein.
Für mich ein ausreichend gutes Ergebnis.
Nur Mut, so schwierig ist das alles nicht. Mit ein bisschen Übung haben Sie nach zwei bis drei Schnitten den Dreh raus.

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