Erste Hilfe für den alten Schleifteller

Manchmal ist statt dem Lack nur die Schleifscheibe ab. Statt gleich einen neuen Teller zu bestellen, gibt es auch für ältere Modelle eine kostengünstigere Lösung.

Seit Jahren verrichtet der Exzenterschleifer treue Dienste, bis eines Tages die Schleifblätter plötzlich nicht mehr halten.

Der Ärger ist groß – und die Lösung meist teuer: Ein neuer Schleifteller kostet bei den meisten Geräten mindestens 30 Euro. Mit etwas Pech finden sich für manche Modelle aber erst gar keine Ersatzteile und eine Neukauf geht doch deutlich tiefer ins Portmonee.

Die einfache Lösung: “Protection-Pads” aufkleben. Unter diesem Suchbegriff finden sich für weniger als 10 Euro Zwischenlagen für Exzenter- und Schwingschleifer.

Der Name verrät es schon: Eigentlich soll dieses Pad für einer Überhitzung der kleinen Kletthaken schützen. Vor allem die immer beliebter werdenden Gitterschleifpapiere können den Verschleiß dieser Haken enorm erhöhen. Daher ist es grundsätzlich eine gute Idee, diese Pads zu verwenden. Lediglich beim Schleifen von Kanten sorgt der insgesamt weichere/flexiblere Aufbau für Nachteile, da es zu einer Kantenverrundung kommen kann.

Schon beim Auflegen wird deutlich: Die Scheibe hat kaum noch Halt. Bereits beim Anlaufen fliegt die Schleifscheibe dann vom Exzenter.
Statt Haken sind nur noch (wenn überhaupt) die verschmorten Enden zu erkennen: Hier kann nichts mehr halten.
Das Protection-Pad wird üblicherweise angeklettet, hier nutze ich nun handelsüblichen Weißleim zu fixieren.
Nach 48 Stunden Trocknungszeit der Test: Hält.

Warum Weißleim werden sich vielleicht einige fragen: Weil er wohl in den meisten Werkstätten vorhanden sein dürfte. Durch die längere Trocknungszeit kann eine ausreichende Festigkeit erreicht werden. Wenn man es darauf anlegt, kann man das Protektorpad allerdings auch wieder runterreißen und ersetzen.

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