Die Restaurierung der alten Eichentruhe

Viele Erinnerungen stecken in dieser Truhe… und leider auch ein wenig Chaos. Jetzt wird sie endlich restauriert!

Eichentruhe restauriert

Seit vielen Jahren begleitet mich diese Eichentruhe meiner Großeltern. Schon als Kind hat sie einen besonderen Reiz auf mich ausgeübt. Vor einigen Jahren wurde sie mir geschenkt – und stellte fortan leider immer ein Problem dar.

Truhen sind leider wenig praktisch. Auch wenn viel potentieller Stauraum vorhanden ist, kann man ihn nicht gänzlich nutzen, ohne ein Chaos zu verursachen. Legt man Gegenstände auf dem Deckel ab, ist auch der einzig mögliche Zugang gesperrt.

Nicht nur die eigentliche Größe dieses Möbels ist sehr raumgreifend, sondern auch die optische Erscheinung. Dunkle Möbel lassen unsere Dachgeschosswohnung leider noch etwas kleiner wirken. Daher fristet dieses schöne Stück seit Jahren ein Leben in dunklen Kellern und Lagerhallen.

Damit ich zukünftig wieder ein wenig mehr Freude an diesem schönen Möbelstück habe, möchte ich sie in den kommenden Monaten ein wenig zugänglicher machen.

Dabei sind folgende Schritte geplant:

  • Informationen zur Geschichte dieser Truhe sammeln
  • Fehlstellen reparieren
  • Oberflächenbehandlung

Glücklicherweise kenne ich einige Restauratoren, die mir mit ihrem Wissen zur Seite stehen, da vor allem die geschichtliche Einordnung und Oberflächenbehandlung bei solchen Objekten nicht zu meinen Stärken zählen.

Da die Truhe in ihre Einzelteile zerlegt werden muss, ist eine Dokumentation zwingend erforderlich. Eine gute Gelegenheit, diesen vermeintlich bekannten Gegenstand noch einmal näher kennenzulernen.

Kaum vorstellbar, wieviel Arbeit in den Schnitzarbeiten der Füllungen steckt.
Ebenfalls kaum vorstellbar: Diese Rückwand besteht wirklich aus einem einzigen Brett
Alle Verbindungen sind mit Dübeln gesichert, vermutlich wurde dieses Möbelstück ohne Leim gebaut.
Abgesehen von diesem Riss, ein paar Wurmspuren und Macken ist das Holz unbeschädigt…
…so zumindest der Gedanke, bis ich mir diesen Ast nach Jahren mal wirklich angesehen habe. Eine ungewöhnliche Stelle für einen Brandfleck.
Die Herkunft dieser höchst ominösen Kreise wird sich wohl hoffentlich auch klären lassen. Der Durchmesser entspricht übrigens ungefähr dem einer Tasse.

Die weiteren 50 Fotos sind in meinem Ordner archiviert. Im nächsten Schritt folgt nun die Zerlegung des guten Stücks und es gibt vielleicht schon die ersten Erkenntnisse zur Geschichte dieser Truhe.

Wissen. Planen. Machen. Das ist das Motto der Zeitschrift HolzWerken, dem Magazin für den Holzwerker.
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