Aussortierte Schönheiten – Holzfehler

Streifiges Faserverlauf, gleichmäßiger Farbton: In der Industrie ist kein Platz für Fehler. Dabei gibt es so wunderschöne Abweichungen von der Norm …

Bevor es im nächsten Teil richtig laut wird, kommt heute zunächst ein kleines Fitness-Programm.

Mit einfachsten Mitteln möchte ich einen kleinen Abschnitt aus Kirschholz auftrennen. Ich habe dafür zunächst ein paar Sägen ausprobiert: Zunächst ging der Griff zur Kataba mit Langholz-Bezahnung.

Die ersten Schnitte gehen gut, das dünne Blatt neigt jedoch schnell dazu, sich zu verbiegen. Mit korrekter Sägetechnik kann man das natürlich vermeiden, aber ich möchte ehrlich sein: Dazu fehlt mir bei dieser langwierigen Arbeit einfach die Geduld und Konzentration. Es gibt zwar spezielle japanische Sägen zum Auftrennen, doch die sind aktuell nicht zu bekommen oder einfach zu teuer.

Weiter gehts mit dem Fuchsschwanz: ein dickeres Blatt und Zähne auf Stoß fühlen sich zunächst gut an, jedoch kann nur mit einer Hand gesägt werden. Das führt viel zu schnell zu einer Ermüdung.

Ein kleiner Blick in ein altes Zimmermannsbuch verrät mir die Lösung: Für solche Arbeiten wurde traditionell eine Klobsäge verwendet, alternativ auch Rahmensäge genannt. Rein optisch handelt es sich dabei wirklich um einen Rahmen, der mittig das Sägeblatt aufnimmt. Dadurch kann beidhändig gesägt werden.

Tom Fidgen zeigt in seinem Buch „Werkstatt unplugged“ eine Bauanleitung für diesen Sägetyp und ich plane schon bald den Nachbau; doch heute muss es anders gehen.

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