Sehr dünne Bretter lassen sich nicht mehr sicher an der Abrichte plan hobeln. Sie flattern zu stark, weichen der Messerwelle fast schon aus. Außerdem lassen sie sich schlecht greifen, selbst mit Vorschubhilfen. Auch die Sicherheit leidet, denn wenn ein dünnes Brett die Spannungen nicht mehr aushält und auf der Maschine zerbricht, sind die Folgen unabsehbar.
Anders als dicke Bretter lassen sich dünne Exemplare aber von beiden Seiten im Dickenhobel bearbeiten. Die kräftigen Andruckrollen pressen dünnes Material mit Macht auf den Maschinentisch, auch wenn dieses nicht zu 100 Prozent plan ist. So lassen sich auf beiden Flächen eines Bretts zufriedenstellende Ergebnisse erzielen.
Es gibt keine feste Regel, ab wann ein Brett zu dünn für die Abrichte und ausreichend dünn für das beidseitige Dickenhobeln ist. Dazu sind Holzarten, individuelle Holzstruktur und auch die Maschinen zu unterschiedlich. Unsere Daumenregel hier: Bretter unter 5 mm Stärke sollten auf keinen Fall mehr abgerichtet werden. Sie haben aber gleichzeitig gute Chancen, im Dickenhobel beidseitig fein zu werden.
Foto: Andreas Duhme
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