Lesergalerie Tischlern

hohe Kommode

Nach vielen kleinen Möbelbauprojekten, Teilnahme an Möbelbau- und Drechselkursen (DICTUM, DNS), wagte ich mich an den Bau dieser Kommode, die ich schon mehrfach auf Abbildungen gesehen hatte und deren einfache Erscheinung mir gefällt. Die Vorlage, ein Möbel von C.H. Becksvoort im Shaker-Stil, habe ich für meine Bedürfnisse etwas geändert. An dem Projekt habe ich ca. 9 Monate gearbeitet. Der Korpus und die Schubladenfronten sind aus Kirschbaumholz, die Schubladenseiten und die Schubladenrückwände aus Ahorn. Die Böden der größeren Schubladen sind ebenfalls aus Ahorn, für die Böden der kleineren Schubladen habe ich spanisches Zedernholz benutzt. Die Griffe der Schubladen sind aus Ebenholz gedrechselt, mit Einlagen aus Bernstein. Die Sockelplatte besteht aus Granit. Die Zwischenkonsole aus gebeiztem Buchenholz Eine kleine Bandsäge, eine Oberfräse, Handhobel und Stecheisen sind die wichtigsten Werkzeuge mit denen ich die vielen Teile hergestellt habe. Eine besondere Herausforderung waren die Eckvervindungen des Korpus mit schrägen Schwalbenschwanzverbindungen. Nach einigen Fehlversuchen konnte ich die Zinken präzise anreißen und mit Handsäge und Stecheisen passgenau herstellen. Mit der Bearbeitung von Bernstein hatte ich keine Erfahrung, mit etwas Übung gelang es, die Bernsteineinlagen zu schleifen und zu polieren. Die Kommode ist mit Schellack grundiert und abschließend mit einer Mischung aus Bienen- und Carnaubawachs behandelt.

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Wie wir Möbel bauen - und warum

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