Tipps & Tricks Tischlern

Wenn das Kopieren schwierig wird

Illustration: Willi Brokbals
Illustration: Willi Brokbals

Direkt an einem bestehenden Werkstück entlang kopieren, mit einem Bündigfräser in der Oberfräse: Das genau ist eine der Stärken dieser Maschine.

Manchmal ist aber schlicht und einfach das bestehende Bauteil zu dick, um selbst als Schablone dienen zu können.

Dann gibt es zwei Möglichkeiten:

Reicht der Fräser (mit Anlaufkugellager oben) noch etwa einen Zentimeter an der oben liegenden Schablone (dem Originalteil) vorbei ins Holz, dann fräsen Sie so das neue Werkstück. Es entsteht eine Nut. An ihr entlang sägen Sie das neue Werkstück grob frei, ohne die gefräste Nutflanke am Werkstück zu verletzen. Sie dient im nächsten Schritt (bei dann entfernter Schablone) als Bezugsfläche beim zweiten Durchgang, bei der der Bündigfräser die ganze Kantenhöhe anfräsen kann.

Wenn dieses Verfahren aufgrund der Dicke des zu kopierenden Stücks auch nicht funktioniert, erstellen Sie auf 6-mm-Sperrholz zunächst eine Schablone vom Original. Schneiden Sie die Platte grob zu, befestigen Sie sie auf dem Holz und fräsen Sie dann mit einem Bündigfräser (Kugellager unten). Mit dieser Schablone können Sie dann mit einem Bündigfräser (Kugellager oben) ganz normal eine Kopie fräsen.

Kopierfräsen

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