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Tischlern

Tischlern: Montag, 11. März 2013

Warum lässt sich Holz eigentlich biegen?

Wie jeder Profi und ambitionierte Hobbytischler weiß: Holz kann man biegen und in Form bringen. Dazu wird es angefeuchtet oder gedämpft, dann in die gewünschte Form gebogen und in dieser Form wieder getrocknet. Warum Holz aber diese Prozedur zerstörungsfrei über sich ergehen lässt, das haben Forscher erst vor wenigen Jahren herausgefunden.

Immer an der Wand lang: Holz macht auch extreme Rundungen mit.

Immer an der Wand lang: Holz macht auch extreme Rundungen mit.

Holzzellen verhalten sich demnach unter Krafteinwirkung ähnlich wie metallische Spiralfedern. Sie lassen sich verbiegen. Zusätzlich sind die röhrenförmigen Holzzellen untereinander über eine Art molekularen "Klettverschluss" verbunden. Beim Biegen löst sich dieser Verschluss und die Zellwände können sich gegeneinander verschieben. Sobald die äußere Kraft nachlässt, rasten die Zellen in ihrer neuen Position wieder ein. Der kleinste Radius, der sich bei einem Holzstück durch Biegen erreichen lässt, hängt im Übrigen auch von der Holzart ab. Besonders biegsam ist das Holz von Rotbuche und Birke. Beide Holzarten werden häufig zur Herstellung gebogener Sitzmöbelteile eingesetzt.

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