Zügiges Verarbeiten steigert die Qualität

Es ist wie mit Backwaren: Am besten ist es frisch! Holz direkt nach dem Aushobeln zu verleimen, das ist ideal. Wird Holz industriell verarbeitet, ist es sogar ein wichtiges Gebot: Aushobeln und Verleimen sollte am gleichen Tag stattfinden. Es gibt zwei gute Gründe für diesen Zeitdruck.

Der erste ist die Sauberkeit. Nie ist eine Holzfläche so sauber wie direkt nach dem Hobeln. Staub, austretende Inhaltsstoffe wie Harz oder kleine Beschädigungen kommen mit der Zeit unweigerlich von selbst dazu. Sie verschlechtern die Qualität der Leimfuge, weil sie die Haftung des Leims beeinträchtigen oder der perfekten Passung der beiden Teile zueinander im Wege stehen. Sind zu verleimende Flächen also doch einmal länger liegen geblieben, heißt es: Gründlich reinigen und noch einmal trocken testen, ob alles noch richtig zusammenpasst. Der zweite Grund, möglichst bald zu verleimen, ist das Holz selbst. Beim Aushobeln werden ja Teile des natürlichen Gefüges entfernt, so dass sich die Spannungsverhältnisse im Holz ändern. Das kann bedeuten: Das gerade ausgehobelte Stück ist nach wenigen Stunden wieder (leicht) krumm. Die Kraft der Leimzwingen und später der geleimte Zusammenhalt mit dem Nachbarholz können das verhindern: Wenn Hölzer in der richtigen Zuordnung zueinander sofort verleimt werden, halten sie sich gegenseitig in Form.

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