Wenn mal wieder Zwingen fehlen

Wer hat schon eine Riesen-Batterie langer Zwingen, nur um hin und wieder einmal eine große Rahmentür für einen Schrank zu verleimen? Hier ist ein Weg, der nur auf dem Einsatz von Möbelspanngurten beruht.

Sofern Ihre Hobelbank ausreichend groß und plan ist, ist sie der passende Untergrund für die Verleimaktion. Legen Sie zuerst alle 50 Zentimeter einen Gurt dort auf, wo das Werkstück liegen wird. Das gilt sowohl für die Längs- als auch für die Querrichtung. (Bei Dübel- und Flachdübelverbindungen genügt natürlich eine Richtung.) Ist Leim angegeben und zusammengesteckt, legen Sie die Tür auf die Gurte. Greifen Sie nun zu mindestens zwei stabilen Kanthölzern, die Sie quer auf die Tür legen. Sie werden verhindern, dass die Gurte die Tür rund ziehen – denn diese Tendenz haben sie leider. Führen Sie pro Kantholz je einen weiteren Gurt von unten so durch die Bankhakenlöcher, das oben eine Schlaufe entsteht, und stecken Sie das Kantholz hindurch. Von unterhalb der Tischplatte ratschen Sie nun die Kanthölzer herunter – sie ziehen die Tür auf die plane Tischplatte. Erst jetzt werden die Gurte für den eigentlichen Pressdruck genau in Position gebracht und gespannt.
Noch ein Hinweis: Möbelspanngurte können scharfkantige Ecken vor allem von grobporigen Hölzern beschädigen. Am besten Leisten in der Türdicke zwischenlegen.

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