So umgehen Sie das knifflige Einsetzfräsen

Ein Frästisch ist eine sichere Sache, wenn er richtig angewendet wird. Doch vor dem Einsatzfräsen haben auch erfahrene Anwender gehörigen Respekt.

Bei einer Variante dieser Methode wird das Werkstück von oben in den laufenden Fräser abgesenkt, wenn zum Beispiel eine Nut nicht bis zum Rand des Holzes durchlaufen darf. Hier ist ein stabiler Stoppklotz nötig, der hinter dem Werkstück die Rückschlaggefahr bannt. Er muss obendrein haargenau positioniert sein, damit die Nut genau im gewünschten Abstand zum Rand beginnt – ganz schön knifflig!
Doch es geht auch einfacher und sogar sicherer. Statt den Start der Nut zu fräsen, bohren Sie einfach an der entsprechenden Stelle im Holz ein Sackloch, passend in Durchmesser und Tiefe.

Illustration: Willi Brokbals

Bei abgeschalteter Fräse legen Sie nun das Werkstück auf den Nutfräser, der schon passend weit aus dem Tisch heraussteht. Fahren Sie im nächsten Schritt den Anschlag zur seitlichen Führung bis ans Werkstück und spannen Sie ihn fest.

Illustration: Willi Brokbals

Damit beim Einschalten der Fräse nichts passiert, spannen Sie auch hier einen Klotz hinter das Werkstück. Zusätzlich sind Andruckfedern zu empfehlen. Schalten Sie dann ein – und das Absenken auf den laufenden Fräser bleibt ihnen erspart. Einfach vorschieben und fertig. Ist die Nut später unsichtbar, können Sie auch etwas größer vorbohren, damit die unvermeidliche Ruckelei beim Einschalten ganz entfällt.

Illustration: Willi Brokbals

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