Schöne Maserung – aber rundum

Holztexturen können wunderschön sein – feine Streifen, Flader, Spiegel und so weiter erfreuen das Auge. Dabei kommt es immer auch auf den Winkel an, mit dem die abgeschnittenen Fasern an die Werkstückoberfläche dringen.

Daraus resultiert, dass oft zwei Flächen eines vierkantigen Werkstücks schön anzusehen sind, die beiden anderen nicht. Meistens sehen die beiden einander gegenüberliegenden Flächen ähnlich aus.

Holzmaserung

Für eine rundum schöne Maserung müssen Sie in die Trickkiste greifen. Zum Beispiel bei einem Tischbein: Schneiden Sie hier den Rohling so auf, dass die gewünschte Maserung auf vier Abschnitten liegt, die genau so breit sind wie das geplante Bein. Als Dicke bekommen diese Streifen die halbe Tischbeindicke minus einen halben Zentimeter. (Bei einem sehr dicken Bein können Sie auch mehr abziehen). Außerdem werden an alle Streifen längs saubere 45°-Gehrungen angebracht – hobelnd, sägend oder fräsend, ohne dass die Breite verloren geht. Mit Hilfe von Klebeband werden diese vier "spitzenlosen" Dreikantleisten nun zu einer langen Box mit einem Hohlraum in der Mitte verleimt – das Tischbein ist, bis auf die Nacharbeit, fertig.
Die Fertigungsmethode sollten Sie vorab einmal testen, damit dann alles klappt mit der schönen Tischbeinmaserung "rundum".

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