Korn für Korn, Zoll um Zoll: 120, 180, 60, 240 – die Beschäftigung mit Schleifpapier und anderen Schleifmitteln gleicht einer Nummernrevue. Doch was verbirgt sich hinter dem Zahlensalat bei der so genannten "Körnung"? Die Nummerierung hängt direkt mit der Produktion der Schleifmittel zusammen: Entscheidend für das Ergebnis ist schließlich die Korngröße – je kleiner, desto feiner.
In der Fabrik wird das gemahlene Schleifmittel (zum Beispiel Aluminiumoxid für Holz) deshalb stufenweise gesiebt und so in Körnungsstufen unterteilt. Die Größe der Siebmaschen bestimmt dabei die Höhe der Körnungszahl. Angegeben wird die Körnung über die Zahl der Maschen im letzten Sieb, durch das ein Korn passt. Bezugseinheit ist dabei ein englisches Zoll (25,4 Millimeter): Passt ein Korn durch ein Sieb mit 60 Maschen pro Zoll und durch kein feineres, so entspricht es Körnung 60. Je tiefer es durch immer engere Siebmaschen fällt, desto höher steigt die Körnungszahl. Für die Holzbearbeitung wird in der Regel von Körnung 60 (sehr grob) bis Körnung 220 verwendet, die Abstufung erfolgt in 20- bis 30er Schritten. Lackschliffe werden mit 400 und höher erledigt. Metallschliff etwa für Werkzeuge kann sich leicht im fünfstelligen Körnungsbereich bewegen.
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