Handvorschub – was genau fällt darunter? Die Vorgaben der Berufsgenossenschaften zu Maschinen sind immer eine gute Richtschnur. Vor allem an Tischfräsen gibt es bis heute aber noch Verwirrung über die genaue Zuordnung des Begriffs "Handvorschub".
Konkret lautet die Frage: Wenn mit einem Vorschubaggregat gearbeitet wird, dürfen dann Fräswerkzeuge eingesetzt werden, die nur für mechanischen Vorschub zugelassenen sind? Die Antwort lautet klipp und klar: Nein! Und das aus gutem Grund. Fräsköpfe, die mit einem "MAN" für manuellen Vorschub gekennzeichnet sind, sind immer spandickenbegrenzt und rückschlagarm. Das bedeutet, dass die Werkzeugschneiden nur um höchstens 1,1 Millimeter über den Werkzeuggrundkörper überstehen. So wird die Menge des Holzes begrenzt, die die Schneiden bei jeder Umdrehung mitnehmen können. Bei mit "MEC" für mechanischen Vorschub gekennzeichneten Fräsköpfen muss das nicht so sein. Ihnen fehlt oft auch die weitgehend kreisrunde Form. Das heißt: Hier kann viel mehr Holz abgetragen werden. Das kann dann kein Mensch sicher halten und auch kein Vorschubaggregat: Also immer auf "MAN" setzen.
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